Herzlich Willkommen!

Die Begeisterung für Gottes Liebe hat uns dazu gebracht diese Homepage zu erstellen. Wir wollen über den christlichen Glauben miteinander ins Gespräch kommen, über Veranstaltungen in Uelsen und Umgebung informieren und die Freude über die Schönheit dieser Welt weitergeben.
Wir feiern bald seinen Geburtstag
Siehe, das ist mein Knecht,
den ich halte, und mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe ihm meinen Geist gegeben; er wird das Recht unter die Heiden bringen. Er wird nicht schreien noch rufen, und seine Stimme wird man nicht hören auf den Gassen. Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus.
Vom Leben verletzt 
„Aber Jakob antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn…   Und Jakob nannte die Stätte Pnuël: Denn ich habe Gott von Angesicht gesehen, und doch wurde mein Leben gerettet.Und als er an Pnuël vorüberkam, ging ihm die Sonne auf; und er hinkte an seiner Hüfte.“ 1. Mose 32,27.31+32
Da ist er, dieser Baum.Das Leben hat ihn gezeichnet. Gedreht und gewunden hat er sich. Er hat nicht aufgegeben.  Er will leben. Schmerzen und unbedingter Lebenswille haben ihn geprägt, haben ihn zu dem gemacht, was er jetzt ist.Wie vielen Menschen ergeht es so!Manchen sieht man es an,
wie das Leben sie zeichnete.
Andere tragen ihre Wunden verborgen,
versteckt vor den Blicken anderer.
Und doch sind sie da.
Menschen haben gekämpft,
gerungen mit allem,
was das Leben bereithält
und darüber hinaus.
Und sie wurden vom Leben geprägt.Und wo war in all dem Gott?
Nicht außerhalb von allem, sondern mittendrin.
Verstehe ich ihn immer?
Nein!
Bin ich mit allem einverstanden?
Nein!
Und doch ist er da.
Und ich lasse ihn nicht,
bis er mich segnet!
In einem Stall wird Jesus geboren.
Von den Menschen nicht gewollt.
Und wie sein Leben beginnt, so endet es auch.
Ein einsamer Tod am Kreuz.Und doch ist Gott in all dem nicht weit weg, nicht irgendwo im Himmel,
sondern mittendrin in diesem Kampf, in den Verletzungen und Wunden.Das gibt dem Leben die Würde, dass Gott es segnet.
Weil Gott sein „Ja“ zu uns spricht, verbindet er sein Dasein mit unserm.

D.Bouws

Gott lieben, wie geht das?

Du triffst bei Freunden ein kleines, nettes Kind. Ihr werdet gute Freunde und plaudert und spielt nach Herzenslust. Ihr werdet euch einig, dass das Kleine mit dir nach Hause soll. Und das tut es gern. Zu Hause hast du Kuchen und Schokolade, und ihr spielte.

Aber auf einmal wird das Kleine still. Du tischst von neuem Kuchen und Schokolade auf. Aber das Kind fragt plötzlich: »Wo ist die Mutter? ich will zu meiner Mutter!« Und nun hilft es nichts, wenn du auch das ganze Haus voller Schokolade und Kuchen hättest. Das Kind will zur Mutter, auch wenn es bei ihr kein einziges Stück Kuchen bekommt. Warum? Ja, das Kleine ist von der Mutter geboren, um bei der Mutter zu sein. Das ist das ganze Geheimnis. So
ist es auch mit denen, die aus Gott geboren sind. Sie sind für Gott geboren, um bei Gott zu sein. Darum empfinden sie es als ein Glück, da zu sein, wo Gott ist, selbst wenn man nicht immer mit Gott reden kann. Genau wie das Kind, das auch mit der Mutter nicht ständig zu reden vermag.
Das Gotterlebnis der Wiedergeburt ist der eigentliche Kern und das Geheimnis des Christentums. Solange man Gott nur verstandesmäßig behauptet und sich nach ihm sehnt, wird unser Verhältnis zu ihm ein Chaos von theoretischen und praktischen Problemen bleiben. Aber in dem Augenblick, wo man Gott erlebt, wird es anders. Paulus hat es so ausgedrückt: »Ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden«
(2. Kor. 5, 17).
Aus „Wie ich Christ wurde“ Prof. Ole Hallesby

Der Astrophysiker Prof. Heino Falcke

„Für mich steht da am Anfang schon ein Schöpfer, den wir nicht mit Naturwissenschaft, nicht mit Nachdenken nahekommen können, weil das jenseits der Grenzen unseres Vorstellungsvermögens ist“, bekannte Falcke. Er sei Christ und tiefgläubig

Führe uns nicht in Versuchung. Matthäus 6, 13

Eine der Versuchungen ist die, dass wir in Panikzeiten auseinanderrennen. Das sind Stunden, in denen es dem Habicht gelungen ist, im unbewachten Augenblick einen aus uns herauszuhacken.

Darum nicht aufs freie Feld!

Nicht jetzt alles auseinander! Sondern zusammenrücken! Alles bleibt im Hof zusammen! Denn draußen werden wir einzeln erledigt,

In solcher Zeit gibt es nur eine biblische Parole aus dem Hebräerbrief gegen alle Versuchung: Lasst uns jetzt auf keinen Fall die Versammlung verlassen, wie ihrer etliche schon pflegen. Auf keinen Fall!

Also auch nicht auf den letzten Fall hin, Herr, der uns alle so bekümmert hat, als einer unserer Treuesten abfiel. Halte du die Versuchung fern, der Bitterkeit nachzugeben und die Gemeinde trotzig zu verlassen. Denn draußen sind wir dem Teufel ausgeliefert. O Herr, hilf dem so verirrten Menschen. Lass ihn nicht allein.

Da entsetzte sich der König Nebukadnezar: „Haben wir nicht drei Männer gebunden in das Feuer werfen lassen?“ Sie antworteten:

König.“ Er aber sprach: „Ich sehe aber vier!“ Daniel 3, 24

Christus wurde Jesus. Jesus wurde Jesus Christus. Bevor Christus Mensch wurde, war er „mitten unter ihnen“, die wegen ihres Glaubens an Gott leiden mussten. Also war der vierte, den der König sah, Christus, Gottes Sohn, bevor dieser ein Mensch wurde als Jesus von Nazareth. Christus hat nach seiner Menschwerdung so Fortsetzung gemacht.
Schon mancher Nachfolger des Nebukadnezar hat sich entsetzt: vier statt drei!?
Also sind wir, wenn wir allein dies lesen, jetzt zu zweit: Christus ist da. Und wer zu zweit dies liest, ist zu dritt: Christus ist da. Nebukadnezar konnte vor der Menschwerdung des Sohnes Gottes den Namen nicht wissen. Wir aber kennen ihn. Bonhoeffer auch, an dessen Todestag wir heute denken. Und Jesus war im KZ und auf dem Schießstand neben seinem Zeugen.
Unser Herr Jesus Christus, wir dürfen wissen, dass du jetzt bei uns bist. Denn wir haben dich erkannt und dürfen an dich glauben. Du kennst unsere Feueröfen. Du weißt, wo und wann wir brennen. Der Teufel presst, ja er erpresst uns, dass wir in Drangsalshitze umzukommen drohen. Sei du da. Sei du ganz da. P. H. Giesen
Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; Ich will euch erquicken.

Matthäus 11, 28

Er gab keine Garantie. Trotzdem versprach Jesus Erquickung. Er hatte auch nichts Einladendes. Trotzdem lud er ein. Die Mühseligen und Beladenen hatten noch Trümpfe in der Hand. Er hatte keinen. Sie hatten Argumente gegen ihn, er nur Argumente für sie. Sein Argument war er selber. Er wollte Beladene erquicken, das heißt, er konnte Sündern die Sünde wegnehmen.

Hätte er noch wenigstens Violett getragen! Hätte er ein goldenes Kreuz getragen! Hätte er sich doch die Garantie der damaligen Priesterschaft besorgt! Aber nichts von allem. Der Ruf, zu ihm zu kommen, hatte nichts Plausibles. Selbst seine Augen hatten keine suggestive Kraft.

Nur eins war passiert: Wer mühselig und beladen tatsächlich kam, ging erquickt wieder heim. Wer seine Sünden mitbrachte, ging frei wieder nach Hause. Nur wer kam, wurde nicht enttäuscht. Auf Distanz geschah gar nichts.

Darum mach uns Mut zu kommen. Erst wer mit dir persönlich zu tun hatte, kam nie mehr von dir los. O Herr, wir wagen es. Wir kommen, weil du sagst: Kommt, es ist alles bereit.  P. Heinrich Giesen

Die Herzen der Heiligen sind erquickt, lieber Bruder. Philemon 7
Also haben die Heiligen Erquickung nötig, sonst werden sie matt wie Blumen, die man vergessen hat zu gießen.
Wir Heiligen stehen zwar nicht im Kalender; aber wir sind die Heiligen, die aus der Vergebung leben. Die Gemeinschaft der Heiligen und die Vergebung der Sünden — beide Stellen im Glaubensbekenntnis gehören zusammen.
Und wir haben Brüder nötig, die uns erquicken. Die kommen zu uns, sagen an der Tür: „Ich wollte mich um dich kümmern.“ Dann hören sie zu mit Gottes Ohr und beten mit uns, als betete Jesus selber. Denn von Jesus stammt der Satz: Ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre.
Schenke mir, Herr, solche Brüder und Schwestern, die mein Herz erquicken. Ich habe jetzt solchen Erquicker nötig, solchen Menschen, der mich Heiligen aufrichtet. Denn Heilige leben ganz aus dir. Du aber hast die Gemeinschaft der Heiligen gewollt. Lass mich nicht allein. O Herr, wo ist mein Bruder, meine Schwester? Oder willst du, dass ich mit meiner kleinen Kraft andere Heilige erquicke? Dann gehe mit mir zu ihnen
Heinrich Giese
Der Christus im Anderen ist immer stärker als der in der eigenen Seele.
Dietrich Bonhoeffer
Gedanken eines Pastors zur Verborgenheit

(Kolosser 3, 3:   Euer Leben ist verborgen  mit Christus in Gott.)

Erlauben Sie mir ein persönliches Wort. Als Pastor und Prediger ist dies das Problem meines Berufes. Ich muss predigen von einer Wirklichkeit, die verborgene Wirklichkeit ist. Ich muss zum Glauben aufrufen, aber ich kann dem Glauben keine Beweise liefern. Und das ist schwer.
Eine Wirklichkeit zu predigen, die noch nicht vor aller Augen ist. Einen Herrn zu predigen, den die anderen für verschollen halten. Eine Erlösung zu predigen, die andere Menschen für unmöglich halten.
Aber so ist das eben. Der christliche Glauben hat es zu tun mit einer Wirklichkeit, die noch verborgen ist. Die Erlösung der Welt – noch verborgen. Der Sinn meines Lebens – noch verborgen. Aber verborgen „in ihm“.
Vielleicht sollte man den christlichen Glauben ganz einfach so beschreiben: Wir suchen, wie alle Menschen, nach den verborgenen Schätzen, der Erkenntnis, aber wir suchen sie bei ihm. Auch die Christen sind Suchende und nicht Habende. Es ist ganz gut, dass diese Schätze noch verborgen sind. Das schließt den Hochmut aus. Weil noch keiner von uns am Ziel ist, sind wir alle unterwegs. Wir miteinander. Aber die Botschaft des Evangeliums ruft uns auf seinen Weg. Uns miteinander.
Der Sinn unserer Leben liegt bei ihm. Die Erlösung der Welt liegt bei ihm.
Die in Christus verborgenen Schätze sind mir lieber als die schillernden Perlen, die auf der Straße liegen.

Aus einer Predigt von Helmut Tacke (1928-1988). Er war Pastor und Dozent am reformierten Predigerseminar in Wuppertal – wichtige Veröffentlichungen zur bibelorientierten Seelsorge.

Die Bibel

Ich glaube, dass die Bibel allein die Antwort auf alle unsere Fragen ist. Die Bibel kann man nicht lesen wie andere Bücher. Das liegt eben daran, dass in der Bibel Gott zu uns redet. Seit ich gelernt habe, die Bibel so zu lesen, wird sie mir täglich wunderbarer. Ich lese morgens und abends darin, und jeden Tag nehme ich mir den Text, den ich für die ganze Woche habe, vor und versuche mich ganz in ihn zu versenken, ihn wirklich zu hören. Du glaubst gar nicht, wie froh man ist, wenn man von den Holzwegen so mancher Theologie wieder zurückgefunden hat zu diesen einfachen Sachen. Es bleibt also nichts als die Entscheidung, ob wir dem Wort der Bibel trauen wollen oder nicht, ob wir uns von ihm halten lassen wollen wie von keinem andern Wort im Leben und im Sterben. Und ich glaube, wir werden erst dann recht froh und ruhig werden können, wenn wir diese Entscheidung getroffen haben.

Dietrich Bonhoeffer

Prof. Dr. Peter Zimmerling Professor an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig für Praktische Theologie mit Schwerpunkt Seelsorge und Spiritualität. Domherr zu Meißen.

Das westliche Christentum hat die großen Ziele, auch die Hoffnung auf den Himmel, weithin verloren. Seit einigen Jahren ereignet sich quer zur Diesseitsorientierung ein gegenläufiger Prozess. Es zeichnet sich ein neues Interesse an dem, was nach dem Tod kommt, ab. Christen sollten sich mit den Suchenden aufmachen, wieder einen Blick für den geöffneten Himmel zu bekommen. Prof. Dr. Peter Zimmerling Professor an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig für Praktische Theologie mit Schwerpunkt Seelsorge und Spiritualität. Domherr zu Meißen. Mit der SMD verbindet ihn, dass er in der 10. Klasse auf dem Gymnasium zusammen mit acht Klassenkameraden durch eine SMDlerin der ersten Stunde Christ wurde.

wo kommen wir her
warum sind wir hier
wohin gehen wir
Psalm 139
Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe. Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele…. Deine Augen sahen mich, da ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.
Jesus spricht: Joh. 14
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
Ihr aber sollt mich sehen, denn ich lebe und ihr sollt auch leben.
Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!
In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin.
Es glänzet der Christen inwendiges Leben,
obgleich sie von außen die Sonne verbrannt.
Was ihnen der König des Himmels gegeben,
ist keinem als ihnen nur selber bekannt.
Was niemand verspüret,
was niemand berühret,
hat ihre erleuchteten Sinnen gezieret
und sie zu der göttlichen Würde geführet.
Sonst sind sie wohl Adams natürliche Kinder
und tragen das Bildnis des Irdischen auch;
sie leiden am Fleische wie andere Sünder,
sie essen und trinken nach nötigem Brauch;
in leiblichen Sachen, in Schlafen und Wachen
sieht man sie vor anderen nichts Sonderlichs machen,
nur dass sie die Torheit der Weltlust verlachen.
Doch innerlich sind sie aus göttlichen Stamme,
geboren aus Gott durch sein mächtiges Wort;
es lodert in ihnen die himmlische Flamme,
entzündet von oben, genähret von dort.
Die Engel sind Brüder, die ihre Loblieder
mit ihnen holdselig und wonniglich singen;
dass muss dann ganz herrlich,
ganz prächtig erklingen.
C.F. Richter
wo kommen wir her
warum sind wir hier
wohin gehen wir

 

Als Heinrich VIII. von England auf dem Totenbett lag, ließ er seinen Hofnarren kommen. Hofnarren sind Menschen, die in spaßiger Form die Wahrheit sagen dürfen, die einem sonst niemand mehr sagt. Der Hofnarr kam ins Sterbegemach. Der König sagte:
»Freund, ich muss jetzt gehen.«
»Wohin?«, fragte der Narr.
»Das weiß ich nicht.«
»Wann kommt Ihr wieder?«
»Ich komme nicht wieder.«
»Wer geht mit Euch?« »Niemand.«
»Habt Ihr Euch denn auf diese Reise vorbereitet?«
»Nein.«
Da nimmt der Narr seinen Narrenstab und seine Narrenkappe, wirft sie auf das Bett des Königs und sagt:
»Majestät, Ihr habt mir einmal gesagt, ich solle den Narrenstab dem Menschen geben, der ein größerer Narr sei denn ich. Ihr seid es, denn Ihr geht jetzt und wißt nicht wohin und habt keinen Begleiter. Dann verließ er den Palast und ward nie mehr gesehen. Da ließ sich der König von den Lakaien, ein Glas Wein bringen. Er trinkt den Pokal aus, wirft ihn auf den Boden und sagt: »Nun ist alles hin, die Krone, der Wein und die Seligkeit.«
Warum muss ich so traurig gehen, wenn meine Feinde täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott? Psalm 42, 10.11

Also ist unsere Seele nicht immun. Unser Glaube ist gefährdet. Die Gewissheit des Glaubens ist infizierbar. Steter Tropfen höhlt den Stein; täglich gefragt zu werden: „Wo ist nun dein Gott?“ stellt eine Versuchung ersten Ranges dar.

Diese Frage der andern ist eine Suggestivfrage. Die Antwort soll uns leicht gemacht werden. Wir sollen die Achsel zucken. Wir sollen sagen: „Ich weiß nicht; er ist mir abhanden gekommen; es war doch vielleicht nur ein Kinderglaube; vielleicht gilt Gott noch was im Elternhaus, in der Heimatgemeinde, aber hier ist er nicht mehr. Vielleicht ist Gott verreist zu andern.“

Genau dieses Eingeständnis will der Teufel im lächelnden Fragen der Kollegen erreichen. Er will unsere Liebesgeschichte mit Gott als Illusion zerschlagen. Er will uns in trostloser Welt auch so traurig machen, wie es ihm bei den andern schon gerungen ist.

Darum, o Gott, bitten wir dich, lass uns die listigen Anläufe des Teufels in seiner stetigen Infragestellerei durchschauen. Er will uns von dir trennen. Er will dich madig machen. Nichts anderes. So lass uns an dir festhalten in der Fremde. lass uns die erste Liebe nicht verlassen. Denn du hast uns zuerst geliebt.

Heinrich Giesen

Jesus, wer bist Du,
woher hast Du diese Macht dass wenn jemand auch nur den Saum Deinens Mantels berühren durfte nicht mehr von Dir loskommt.
Gedanken von Prof. Helmut Thielicke
Wenn Jesus spricht, greift er handelnd und schöpferisch und völlig neue Tatsachen schaffend in alle diese Dinge um Gott ein.
Steht er vor einem schuldbeladenen Menschen, dann hält er ihm keine Predigt, geschweige denn einen »Vortrag« über das Thema, daß Gott ein Richter sei, vor dem er vergehen müsse, daß Gott aber auch Barmherzigkeit habe und viel­leicht einmal Gnade für Recht ergehen lasse, wenn man sich recht zu ihm stelle. Sondern wenn Jesus vor einem solchen Menschen steht, dann sagt er ihm in Vollmacht und auf den Kopf zu: »Dir sind deine Sünden vergeben!« Wenn er das aber sagt, spürt der Mensch, wie seine Ketten zu Boden fal­len, er kann aufstehen und als ein neues Geschöpf davonge­hen. Wenn Jesus zu einem Menschen spricht, dann ist das mehr als ein »Wort«, dann ist das ein Vollzug, geradezu eine schöpferische, eine neumachende Tat. Das konnte kein Mensch. Hier spürte man das, was in der Sprache des Neuen Testaments »Vollmacht« heißt.
Dazu kommt die ganze Art, wie er mit dem Leid in der Welt fertig wird, mit den Krankheiten, mit dem Tod, mit den Sor­gen. Die Prediger konnten auch sagen: Einmal kommt der Tag Gottes, an dem er abwischen wird alle Tränen von den Augen, der Tag, an dem es kein Leid mehr geben wird und kein Geschrei. Aber dort, wo Jesus hinkommt, geschieht noch etwas anderes. Da stehen die Lahmen buchstäblich auf, jetzt schon auf, und beginnen zu gehen, den Blinden werden die Augen geöffnet, die Armen werden fröhlich und die Ge­schundenen beginnen zu loben. Wo Jesus hinkommt, da ist die Luft schon jetzt zeichenhaft erfüllt von Andeutungen dessen, was Gott einmal in Fülle und unübersehbar tun wird. Da beginnt schon das Wetterleuchten des kommenden Gottestages am Horizont.
Als die Leute dies alles sehen, können sie nicht anders als ihn fragen, wer er eigentlich sei und woher er die Macht zu alle­dem nehme. Sie müssen trotz aller Skepsis, trotz aller Anti­pathie und trotz aller sozialen und weltanschaulichen Vorbe­halte gegenüber dieser »Sensation aus Nazareth« feststel­len : Er ist schlechterdings anders als wir.
Darum stellen sie die Frage nach seiner Macht.
Diese Frage bedeutet also einfach:
Jesus von Nazareth, was steckt eigentlich hinter dir? Bist du wirklich anders als wir? Gewiß, irgend etwas ist anders als bei uns und irgend etwas hast du an dir. Du hast eine geheimnisvolle Macht über Menschen und Dinge, und keiner kann die Zeichen tun, die du tust.
So werden die Menschen weiter und durch die Jahrhunderte hin mit ihm reden, sie werden mit ihm hadern und hinter sein Geheimnis zu kommen trachten:
Du hast ein Feuer angezündet auf Erden, Nazarener, es eilt wie ein Weltenbrand um den Globus, es überspringt die
Ozeane und dringt in die fernsten Kontinente. Noch nach Jahrtausenden wird es das tun.
Du hast Macht, Jesus von Nazareth! Kein Zweifel, denn kei­ner unter allen, die Menschenantlitz tragen, hat sich so durchgesetzt wie du. Millionen haben sich für dich in die Kerker werfen, von den Löwen fressen, auf die Guillotinen schleppen lassen und haben dich mit ihrem letzten Seufzer gelobt.
Kein Zweifel, daß du Macht hast, Jesus von Nazareth, Macht, wie sie nie ein sterblicher Mensch besaß. Cäsaren, Kaiser und Diktatoren haben Reiche gegründet, die in die Ewigkeit dauern sollten, sie haben ihre Grenzen befestigt, gigantische Heere geschaffen, sich als Heilande preisen las­sen, aber all ihre Herrlichkeit ist in die Winde zerstoben. Neue Kulturen und Weltreiche sind darüber gewachsen und haben ebenso das Zeichen ihrer Untergänge an der Stirn ge­tragen. Auf jeden noch so strahlenden Aufstieg ist mit völli­ger Sicherheit die Götterdämmerung gefolgt. Das ist Men­schenschicksal und wird es immer bleiben.
Du aber bist geblieben, Jesus von Nazareth, und hast doch kein Reich gegründet und keine Heere gehabt. Du hast die zwölf Legionen Engel, die dir zur Stabilisierung deiner irdi­schen Herrschaft dienen konnten, nicht herbeigerufen. Du hattest nur ein paar Jünger, die im kritischsten Augenblick deines Lebens an dir irrewurden und davonliefen.
Du bist an einem Galgen in armseligem Niemandsland ge­storben, und die Weltgeschichte ist über dich hinweggegan­gen. Doch nein, es ist umgekehrt. Du gehst über die Weltge­schichte hinweg. Immer wieder hören wir deinen Schritt. Die Sterbenden auf den Schlachtfeldern blicken auf, wenn du in ihre letzten Stunden kommst, den Schuldbeladenen huscht ein Schein über das Antlitz, wenn du ihnen die Ket­ten nimmst, die Geängsteten und Versorgten bekommen Ruhe in ihren Blick, wenn sie dein Wort hören: »Fürchte dich nicht.« In allen Armen und Verachteten gehst du im­mer wieder neu über die Erde. Deine ewige Wanderschaft hüllt sich in die Maske der Ärmsten.
Ja, du bist geblieben, du rätselhafter Nazarener. Manchmal schienst du freilich verschüttet, und ganze Epochen haben dich totgeschwiegen. Aber immer wieder bist du aus deinem versiegelten Grab emporgefahren und hat es die Menschen ahnen lassen, daß du der Heiland und heimliche Regent der Welt bist.
So sprechen die Menschen aller Jahrhunderte auf Jesus ein, und am Schluß fragen sie ihn: Spürst du denn nicht, wie uns deshalb die Frage umtreibt, wer du bist und aus welcher Macht du das alles tust?
Wer bist du, Jesus von Nazareth?
Bist du eine Persönlichkeit von ungeheurer suggestiver Kraft, daß du das fertigbringst? Bist du ein Genie der Men­schenbehandlung, daß du die Leute so an dich kettest und sie für dich leben und sterben läßt? Bist du ein kluger Psycho­loge, ein geschickter Taktiker der Seele, daß du die religiösen Bedürfnisse der Menschen ausnützt und dich für Jahrtau­sende unentbehrlich machst?
Oder – oder – bist du Gottes Sohn, bist du der ganz Andere, bist du allein »von oben her«, während wir anderen alle »von unten« sind? Ist es Gottes eigenes Vaterherz, das in dem deinen schlägt, wenn du dich niederbeugst zu den Ar­men und Kranken? Ist es Gottes eigene Hand, wenn du die deine heilend auf die verwundeten Gewissen und kranken Körper legst?
Bitte, sag es uns, wer du bist: Woher hast du deine Macht? Von Gott oder den Menschen ?
Jesus wer bist Du

Von Gott umgeben

Unvergessliche Stunden habe ich erlebt, auf den Felsblöcken sitzend, die die schäumenden Wasser des Sturzbachs aufnahmen, oder im Schatten der alten Bäume nicht weit von der Hütte, wo die Stunden wie Minuten verrannen. Manchmal bin ich umhergewandert, hier und da Rast machend, oft so gewaltig von dem Bewusstsein der Gegenwart Gottes erfüllt, dass alles in mir Anbetung, Lobpreis und Huldigung wurde oder sich in Fürbitten und zuversichtlichen Gebeten Luft machte. Unbeschreiblich war die Schönheit der Pflanzenwelt, die Farbe des Sees und das immer wechselnde Bild, das sich dem Auge darbot. Allein und doch nicht allein! Gelöst von allen irdischen Schranken, atmete alles in mir auf in Freiheit und Freude. Es war wie ein Vorgeschmack der zukünftigen Welt. Kein Fürst war reicher und glücklicher als ich in der kleinen, braunen Hütte auf Simmern über dem See. NK 21.06.20

Lieber Herr, ich danke Dir für diese Augenblicke Deiner besonderen Nähe, den Vorgeschmack Deines ewigen Reiches.

S. Kluth

An unerträglichen Tagen

Herr, mein Gott, es gibt Tage,
an denen alles versandet ist: die Freude, die Hoffnung, der Glaube, der Mut.
Es gibt Tage, an denen ich meine Lasten nicht mehr zu tragen vermag:
meine Krankheit, meine Einsamkeit, meine ungelösten Fragen, mein Versagen.

Herr, mein Gott, lass mich an solchen Tagen erfahren, dass ich nicht allein bin, dass ich nicht
durchhalten muss aus eigener Kraft,
dass du mitten in der Wüste einen Brunnen schenkst und meinen übergrossen Durst stillst.

Lass mich erfahren, dass du alles hast und bist,
dessen ich bedarf.
Lass mich glauben, dass du meine Wüste in fruchtbares Land verwandeln kannst.

Sabine Naegeli

„Der Grund, warum die Menschen am Christentum zweifeln, ist ganz einfach der, daß sie es nur denken, anstatt es zu leben." Prof. O. Hallesby
Pfingstpredigt ref  Uelsen 1.06.2020

Predigt: Pastor C. Wiarda

Gottes Geist ist ansteckend!

Obwohl es wie der  Unterschied von Tod und Leben ist – die Ausbreitung des Corona-Virus im Gegensatz und der Weg des Evangeliums von Jesus Christus durch die Welt, meint Pastor C. Wiarda doch ein paar Dinge gefunden zu haben, die äußerlich vergleichbar sind. Mir ihnen versucht er auf ungewohnte Weise  die große Kraft des Heiligen Geistes zu veranschaulichen.  Auch die jetzt überall  ergriffenen Schutzmaßnahmen werden für ihn in dieser Predigt zu Johannes 20, 19-23 zu einer Art Gleichnis; für ein Tun der Christen, dass das Wirken des Heiligen Geistes behindern – oder eben unterstützen kann.

Herr höre meine Stimme 

Schon immer haben Menschen sich schwer getan, wahrzunehmen wie Gott in unserer Welt redet. Der heilige Geist muss wirken, dass Ohren dafür geöffnet werden und Menschen den Zuspruch des Evangeliums persönlich hören. In seinem Gottesdienst zum Sonntag Exaudi (Übersetzt: Höre!) legt Pastor Wiarda die Geschichte von Samuels Berufung aus (1. Samuel 3, 1-10).

Er fragt dabei u.a.: -Ist es es in unserem modernen Medienzeitalter ganz egal geworden, wo und wie eine Predigt gehört wird? -Gibt es vielleicht doch Orte und Situationen, an denen das besser gelingt als anderswo? -Was können Menschen dafür tun, um bereit zu werden für das Wort?

Vater unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

„Den Juden ein Jude, den Griechen ein Grieche werden

Exakt  so hat es Paulus zwar nicht gesagt (vgl. 1, Kor 9, 20ff), aber der Satz beschreibt prägnant, wie der Völkerapostel, wenn er das Evangelium von Jesus Christus predigt, jeweils ganz stark auf seine Zuhörer eingeht. Der Geist von Pfingsten leitet ihn, „ihre“ Sprache zu sprechen. Und dennoch biedert Paulus sich nicht  an.  Er benennt das Verbindende aber auch ganz klar das Trennende.
In seiner Auslegung zu Apostelgeschichte 17, 16-34 skizziert Pastor Wiarda, wie Paulus in der Wissenschaftshochburg Athen zu den Menschen redet. Er knüpft beim Suchen der Menschen nach Gott  an, bezeugt aber dann ganz deutlich,  dass all` diese menschlichen Versuche, selbst zu Gott emporzusteigen, immer wieder in die Irre gehen. Rettung ist allein  bei Jesus Christus zu finden, der zu uns herabgestiegen ist. Weil er uns gesucht und gefunden hat, haben wir Zukunft.

Wo kommen wir her, warum sind wir hier, wo gehen wir hin?

Psalm 139 Ein Psalm Davids, vorzusingen. HERR, du erforschest mich und kennest mich. 2 Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. 3 Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. 4 Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht alles wüsstest. 5 Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. 6 Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen. 7 Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht? 8 Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da. 9 Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, 10 so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten. 11 Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein –, 12 so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht. 13 Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe. 14 Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. 15 Es war dir mein Gebein nicht verborgen, / da ich im Verborgenen gemacht wurde, da ich gebildet wurde unten in der Erde. 16 Deine Augen sahen mich, da ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war. 17 Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken! Wie ist ihre Summe so groß! 18 Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als der Sand: Wenn ich aufwache, bin ich noch immer bei dir. ….  23 Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich’s meine. 24 Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.

Gottesdienst Karfreitag

alt/ref Kirche Uelsen Pastor Dieter Bouws  10.04. 2020

Am Kreuz scheiden sich die Geister.

Schon der Apostel Paulus wusste: Das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es eine Gotteskraft. Besonders anschaulich wird das im Bericht des Evangelisten Lukas von den zwei Männer, die neben Jesus auf Golgatha hängen. Pastor Wiarda legt, mit Hilfe eines Bildes von Lukas Cranach, diesen Text aus (Lukas 23, 39-43) und erinnert an die zwei Wege,

zwischen denen wir uns auch heute noch entscheiden müssen.

Woher bekommen wir Kraft und Geduld in dieser Zeit der besonderen Herausforderungen?
Gerade auch angesichts der Prognose, dass die strengen Distanz-Maßnahmen für viele noch eine ganze Zeit andauern werden.

Dieser Frage geht Pastor C. Wiarda in seiner Ansprache nach. Dazu legt er Worte aus  Hebräer 12 aus:

lasst uns laufen mit Geduld
in dem Kampf, der uns bestimmt ist
und aufsehen zu Jesus,
dem Anfänger und Vollender des Glaubens.

Du bist nicht versteckt

Original Text
Es gab nie einen Moment
Du wurdest vergessen
Du bist nicht hoffnungslos
Obwohl du gebrochen wurdest
Deine Unschuld gestohlen

Ich höre dich unter deinem Atem flüstern
Ich höre dein SOS, dein SOS

Ich werde eine Armee aussenden, um dich zu finden
Mitten in der dunkelsten Nacht
Es ist wahr, ich werde dich retten

Es gibt keine Entfernung
Das kann nicht abgedeckt werden
Über und über
Du bist nicht wehrlos
Ich werde dein Schutz sein
Ich werde deine Rüstung sein

Ich höre dich unter deinem Atem flüstern
Ich höre dein SOS, dein SOS

Ich werde eine Armee aussenden, um dich zu finden
Mitten in der dunkelsten Nacht
Es ist wahr, ich werde dich retten
Ich werde nie aufhören zu marschieren, um dich zu erreichen
Mitten im härtesten Kampf
Es ist wahr, ich werde dich retten

Ich höre das Flüstern unter deinem Atem
Ich höre dich flüstern, du hast nichts mehr übrig

Ich werde eine Armee aussenden, um dich zu finden
Mitten in der dunkelsten Nacht
Es ist wahr, ich werde dich retten
Ich werde nie aufhören zu marschieren, um dich zu erreichen
Mitten im härtesten Kampf
Es ist wahr, ich werde dich retten

Oh, ich werde dich retten

Am 15.03.20 fallen alle Gottesdienste in Uelsen aus….

hier die Predigt von Dieter Bouws (als Tondatei)

Frage 64   Heidelberger Katechismus
Macht aber diese Lehre die Menschen nicht leichtfertig und gewissenlos?

Nein;
denn es ist unmöglich, dass Menschen,
die Christus
durch wahren Glauben eingepflanzt sind,
nicht Frucht der Dankbarkeit bringen.

Oh die tiefe, tiefe Liebe Jesu 

Riesig, ungemessen, grenzenlos, frei Rollen wie ein mächtiger Ozean  In seiner Fülle über mich Unter mir, überall um mich herum  Ist der Strom deiner Liebe  Vorwärts führen, nach Hause führen 

Zu deiner herrlichen Ruhe oben

Oh, die tiefe, tiefe Liebe Jesu  Für mich ist es der Himmel  Und es erhebt mich zum Ruhm Denn es erhebt mich zu dir

Oh, die tiefe, tiefe Liebe zu Jesus 

Verbreiten Sie sein Lob von Ufer zu Ufer  Wie er uns liebt, liebt uns jemals, Änderungen nie, nie mehr

ist Prof. John Lennox überzeugt. Im Gespräch mit ERF Medien auf dem Kongress christlicher Führungskräfte 2015 in Hamburg verrät er warum. John Lennox ist emeritierter Professor für Mathematik der University of Oxford. Lennox befasst sich neben seinem eigenen Fachgebiet auch mit der Verhältnisbestimmung von Wissenschaft und Religion.
Glaube und Skepsis – Dr. Jürgen Spieß | Begründet-glauben-Konferenz 2020
DAS BESONDERE EVANGELIUM – WIE UNTERSCHEIDET SICH DAS JOHANNES-EVANGELIUM VON DEN DREI ANDEREN EVANGELIEN?
Worthaus 9 – Tübingen: 8. Juni 2019 von Prof. Dr. Siegfried Zimmer

Wozu gibt es eigentlich vier Evangelien, wenn sie doch alle irgendwie die gleiche Geschichte erzählen? Hätte man das nicht zusammenfassen können?
So einfach ist es natürlich nicht, erklärt Siegfried Zimmer. Im Gegenteil, die Evangelien erzählen zwar alle die Geschichten von Jesu Wirken auf der Erde, seinem Tod und Auferstehung, doch gerade das Johannes-Evangelium unterscheidet sich grundlegend von den drei älteren Erzählungen. Im Johannes-Evangelium hält Jesus lange Reden, spricht zu einem Jünger, den er scheinbar besonders liebt, er wäscht seinen Jüngern die Füße und sagt über sich selbst Unerhörtes – Sätze für die er eigentlich „in die Psychiatrie“ gekommen wäre, wie Zimmer sagt. Worüber Jesus im Johannes-Evangelium – im Gegensatz zu den anderen Evangelien – nicht spricht, sind Nächstenliebe, Feindesliebe und all die Menschen, die besonderen Schutz brauchen, Waisen, Witwen, Prostituierte. Warum das Johannes-Evangelium so anders ist, erklärt Zimmer natürlich auch und rückt damit die Evangelien in ein neues Licht. Und man merkt schnell: Es ist mal wieder wichtig, aus welcher Richtung wir auf die Bibel schauen.

Von Licht erfüllt

In einem muslimischen Land lebte eine Frau, die als Medium in spiritistischen Sitzungen gedient hatte. Als sie von Jesus hörte und ihr Vertrauen auf ihn setzte, wurde sie von diesen Mächten frei. Eines wunderte sie immer wieder: dass Christen nicht wissen, welche Autorität sie besitzen. Sie erzählte, dass sie damals als Medium schon von Weitem sehen konnte, wer Christ war und wer nicht. Sie konnte über den Köpfen der Christen ein Licht sehen, das ihr zeigte, dass hier eine größere Autorität vorhanden war als ihre dunkle Kraft. Sie konnte nicht fassen, dass viele Christen nichts wissen von diesem Licht und von der Kraft, die dämonische Mächte erzittern lässt. Jesus, der durch den Glauben in uns wohnt, verleiht uns diese Autorität. Es ist nicht unsere Kraft, sondern Jesus selbst, der uns stark macht. Er ist das Licht der Welt. Wir sollen dieses Licht nicht unter den Scheffel stellen. Das ist unser Beitrag dazu. Mehr nicht.

NK Kalender 05.02. 2020

Die Stimme des Guten Hirten

Wenige Monate vor dem Tod Helmut Thielickes stellte ihm ein Journalist folgende Frage ,,Herr Professor, wie stellen Sie sich den Himmel vor“ Thielicke antwortete: ,,Ich weiß es nicht, aber ich werde dort der Stimme des Guten Hirten folgen, dem ich hier gefolgt, bin.“ In seinem Buch ,,Woran ich glaube“ schreibt er: ,,Unser zweifelndes Herz und unsere leeren Hände empfangen schon jetzt die segnende Berührung, die unser Leben erweckt und uns die Gewissheit neuer Ufer und eines neuen Tages zuteilwerden lässt.“ Und seine Lebenserinnerungen schließt er mit den Zeilen: ,, Als Christen sind wir gewiss, dass die uns zugemessene Lebensspanne nur die Adventszeit einer noch – größeren Erfüllung ist. Das Land, in das wir gerufen werden, ist ein unbekanntes, ja unvorstellbares Land.

Nur eine Stimme gibt es, die wir wiedererkennen werden, weil sie uns hier vertraut war: die Stimme des Guten Hirten.“

Unter Gottes Schutz  Palm 91

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitz  und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt,  der spricht zu dem HERRN: / Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe. 

Denn er errettet dich vom Strick des Jägers und von der verderblichen Pest. Er wird dich mit seinen Fittichen decken, / und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügel Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, dass du nicht erschrecken musst vor dem Grauen der Nacht vor dem Pfeil, der des Tages fliegt, vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt.Wenn auch tausend fallen zu deiner Seite / und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen. Ja, du wirst es mit eigenen Augen sehe und schauen, wie den Frevlern vergolten wird. Denn der HERR ist deine Zuversicht, der Höchste ist deine Zuflucht. Es wird dir kein Übel begegnen und keine Plage wird sich deinem Hause nahen. Denn er hat seinen Engeln befohlen dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest. Über Löwen und Ottern wirst du gehen und junge Löwen und Drachen niedertreten. »Er liebt mich, darum will ich ihn erretten, er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen. Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören; / ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen. Ich will ihn sättigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein Heil.«

LUTHERS SPIRITUALITÄT ALS HERAUSFORDERUNG FÜR HEUTE
von Prof. Dr. Peter Zimmerling

Christentum – das klingt altmodisch, langweilig, naiv. Spiritualität aber klingt modern, entspannend, ein bisschen exotisch. Spirituelle Menschen werden bewundert, Christen werden belächelt. Dabei meint Spiritualität nichts anderes, als den Glauben an etwas, der eingeübt wird und ethisches Handeln im Alltag verlangt. Nichts anderes tun Christen. Sie suchen die Nähe zu Gott und versuchen, ihren Glauben in den Alltag zu integrieren. Das versuchte auch Martin Luther. Er war spirituell, lebte seinen Glauben, wollte ihn erfahren. Und wie so oft in Luthers Theologie hatte seine Spiritualität, sein Verständnis eines lebendigen Glaubens, auch mit Sünde und Vergebung zu tun. Der Leipziger Theologe Peter Zimmerling erklärt, was der christliche Glaube mit Spiritualität zu tun hat, wie der Glaube erfahrbar wird und warum schwierige Lebenssituationen das beste sind, was uns für unseren Glauben und unsere Spiritualität passieren kann.

Warum lesen wir in der Bibel“

Luther sagte einmal: ,,Die Heilige Schrift ist ein Kräutlein; je mehr du es reibst, desto mehr duftet es.“  Es ist so wichtig, sich immer neu vom Duft der Liebe Gottes erfüllen zu lassen. Denn in immer neuen Varianten strömt uns in der Bibel der rettende Geruch des Lebens entgegen. Regelmäßige Bibelleser machen freilich auch andere Erfahrungen. Es gibt Tage, an denen die Bibel zu schweigen scheint. Manchmal wird ein Wort erst nach vielfachem Hören lebendig. Andere Aussagen hören sich zwar gut an, kommen aber irgendwie nicht ins Herz. Die Bibel ist nicht selbstverständlich. Die Gründe dafür sind vielfältig: Routine oder fehlende Ruhe, Missverständnisse oder fehlender Gehorsam. Dann sind wir möglicherweise nicht auf Empfang – oder Jesus sendet nicht. Auch das gibt es. Wir wollen neu lernen: Leben in der Schrift zu-finden, ist ein Geschenk Gottes. Deshalb wollen wir Gott bitten, bis wir sein leises Reden wieder hören.  Aus dem NK

Ein Gebet für liebe Menschen:
Behüte, Herr, die ich dir anbefehle,
die mir verbunden sind und mir verwandt.
Erhalte sie gesund an Leib und Seele
und führe sie an deiner guten Hand.
Sie alle, die mir ihr Vertrauen schenken
und die mir so viel Gutes schon getan.
In Liebe will ich dankbar an sie denken,
o Herr, nimm dich in Güte ihrer an.
Um manchen Menschen mache ich mir Sorgen
und möcht ihm helfen, doch ich kann es nicht.
Ich wünschte nur, er wär bei dir geborgen
und fände aus dem Dunkel in dein Licht.
Du ließest mir so viele schon begegnen,
so lang ich lebe, seit ich denken kann.
Ich bitte dich, du wollest alle segnen,
sei mir und ihnen immer zugetan.

Dieses schöne Gebet von  Lothar Zenetti kann man auch singen.
Die Melodie von Lied 65 in unserem Gesangbuch (zu: Von guten Mächten)
passt mit ihrem ruhigen Verlauf sehr gut dazu. 

Du kannst nicht verhindern, daß ein Vogelschwarm über deinen Kopf hinwegfliegt. Aber du kannst verhindern, 
daß er in deinen Haaren nistet. Martin Luther

von Hanns Dieter Hüsch

Im übrigen meine ich möge uns der Herr weiterhin zu den Brunnen des Erbarmens führen Zu den Gärten der Geduld
und uns mit Großzügigkeitsgirlanden schmücken er möge uns weiterhin lehren
Das Kreuz als Krone zu tragen
Und darin nicht unsicher zu werden
Soll doch seine Liebe unsere Liebe sein

Er möge wie es auskommt in unser Herz eindringen um uns mit seinen Gedankengängen zu erfrischen
Uns auf Wege zu führen die wir bisher nicht betreten haben aus Angst und Unwissenheit darüber
dass der Herr uns nämlich aufrechten Ganges fröhlich sehen will weil wir es dürfen und nicht nur dürfen sondern auch müssen wir müssen endlich damit anfangen
das Zaghafte und Unterwürfige abzuschütteln denn wir sind Kinder Gottes: Gottes Kinder!
Und jeder soll es sehen oder ganz erstaunt sein dass Gottes Kinder so leicht und fröhlich sein können Und sagen: Donnerwetter
Jeder soll es sehen und jeder soll nach Hause laufen Und sagen: er habe Gottes Kinder gesehen und die seien ungebrochen freundlich
und heiter gewesen weil die Zukunft Jesus heiße

Und weil die Liebe alles überwindet
Und Himmel und Erde eins wären
Und Leben und Tod sich vermählen
Und der Mensch ein neuer Mensch werde Durch Jesus Christus.

Menü