Herzlich Willkommen!

Die Begeisterung für Gottes Liebe hat uns dazu gebracht diese Homepage zu erstellen. Wir wollen über den christlichen Glauben miteinander ins Gespräch kommen, über Veranstaltungen in Uelsen und Umgebung informieren und die Freude über die Schönheit dieser Welt weitergeben.
Gedanken eines Pastors zur Verborgenheit

(Kolosser 3, 3:   Euer Leben ist verborgen  mit Christus in Gott.)

Erlauben Sie mir ein persönliches Wort. Als Pastor und Prediger ist dies das Problem meines Berufes. Ich muss predigen von einer Wirklichkeit, die verborgene Wirklichkeit ist. Ich muss zum Glauben aufrufen, aber ich kann dem Glauben keine Beweise liefern. Und das ist schwer.
Eine Wirklichkeit zu predigen, die noch nicht vor aller Augen ist. Einen Herrn zu predigen, den die anderen für verschollen halten. Eine Erlösung zu predigen, die andere Menschen für unmöglich halten.
Aber so ist das eben. Der christliche Glauben hat es zu tun mit einer Wirklichkeit, die noch verborgen ist. Die Erlösung der Welt – noch verborgen. Der Sinn meines Lebens – noch verborgen. Aber verborgen „in ihm“.
Vielleicht sollte man den christlichen Glauben ganz einfach so beschreiben: Wir suchen, wie alle Menschen, nach den verborgenen Schätzen, der Erkenntnis, aber wir suchen sie bei ihm. Auch die Christen sind Suchende und nicht Habende. Es ist ganz gut, dass diese Schätze noch verborgen sind. Das schließt den Hochmut aus. Weil noch keiner von uns am Ziel ist, sind wir alle unterwegs. Wir miteinander. Aber die Botschaft des Evangeliums ruft uns auf seinen Weg. Uns miteinander.
Der Sinn unserer Leben liegt bei ihm. Die Erlösung der Welt liegt bei ihm.
Die in Christus verborgenen Schätze sind mir lieber als die schillernden Perlen, die auf der Straße liegen.

Aus einer Predigt von Helmut Tacke (1928-1988). Er war Pastor und Dozent am reformierten Predigerseminar in Wuppertal – wichtige Veröffentlichungen zur bibelorientierten Seelsorge.

Neukirchener Kalender 2020

Freitag, 31. Juli 2020

Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes gegeben; denen draußen aber widerfährt es alles in Gleichnissen. (Markus 4,11)

In Gleichnissen malt Jesus mit Worten Bilder. Wie Filme laufen die Geschichten vor unseren Augen ab.
Wo liegt das Problem? Warum fragen die Jünger? Das Bild ist klar, aber die Bedeutung scheint ihnen rätselhaft zu sein. Jesus zeigt die Lösung: „Euch ist das Geheimnis der Königsherrschaft Gottes gegeben.“ Mit Jesus ist die Königsherrschaft Gottes für alle Welt neu angebrochen. Aber Jesus sieht so gar nicht nach einem Weltherrscher aus. Der König der Welt als einfacher Mensch! Das ist das ganze Geheimnis.
Wer Jesus vertraut und folgt, der versteht Gottes Wort. Ohne Jesus bleibt alles rätselhaft. Die Gleichnisse sind also nicht nur Veranschaulichungen. Sie sind auch ein Signal: Wer Jesus ablehnt, ist draußen, wenn er nicht umkehrt und durch Vergebung der Sünden gerettet wird. Jesus ist unser Schicksal, an dem sich alles entscheidet. (P-K)

Mit allen unterwegs?

Neulich las ich sinngemäß: „Unsere Kirche ist inklusiv unterwegs. Wir dürfen niemanden ausschließen, weil Jesus niemanden ausschließt.“ Toll! Aber stimmt das eigentlich bei Jesus? Jesus redet von „denen draußen“, die „mit sehenden Augen sehen und doch nicht erkennen, und mit hörenden Ohren hören und doch nicht verstehen, damit sie sich nicht etwa bekehren und ihnen vergeben werde“ (Kap. 4,11f).
Als ich zum Pfarrer ordiniert wurde, habe ich versprochen, „niemanden verloren zu geben“. Dieses Versprechen will ich halten. Denn Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1Tim 2,4). Warum aber redet Jesus so schroff vom „breiten Weg zur Verdammnis“ (Mt 7,13), auf dem viele unterwegs sind? Weil es ihm mit unserer Rettung ernst ist. Er will alle. Wer aber Jesus ablehnt, schließt sich selber vom ewigen Leben aus.

Die Bibel

Ich glaube, dass die Bibel allein die Antwort auf alle unsere Fragen ist. Die Bibel kann man nicht lesen wie andere Bücher. Das liegt eben daran, dass in der Bibel Gott zu uns redet. Seit ich gelernt habe, die Bibel so zu lesen, wird sie mir täglich wunderbarer. Ich lese morgens und abends darin, und jeden Tag nehme ich mir den Text, den ich für die ganze Woche habe, vor und versuche mich ganz in ihn zu versenken, ihn wirklich zu hören. Du glaubst gar nicht, wie froh man ist, wenn man von den Holzwegen so mancher Theologie wieder zurückgefunden hat zu diesen einfachen Sachen. Es bleibt also nichts als die Entscheidung, ob wir dem Wort der Bibel trauen wollen oder nicht, ob wir uns von ihm halten lassen wollen wie von keinem andern Wort im Leben und im Sterben. Und ich glaube, wir werden erst dann recht froh und ruhig werden können, wenn wir diese Entscheidung getroffen haben.

Dietrich Bonhoeffer

Prof. Dr. Peter Zimmerling Professor an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig für Praktische Theologie mit Schwerpunkt Seelsorge und Spiritualität. Domherr zu Meißen.

Das westliche Christentum hat die großen Ziele, auch die Hoffnung auf den Himmel, weithin verloren. Seit einigen Jahren ereignet sich quer zur Diesseitsorientierung ein gegenläufiger Prozess. Es zeichnet sich ein neues Interesse an dem, was nach dem Tod kommt, ab. Christen sollten sich mit den Suchenden aufmachen, wieder einen Blick für den geöffneten Himmel zu bekommen. Prof. Dr. Peter Zimmerling Professor an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig für Praktische Theologie mit Schwerpunkt Seelsorge und Spiritualität. Domherr zu Meißen. Mit der SMD verbindet ihn, dass er in der 10. Klasse auf dem Gymnasium zusammen mit acht Klassenkameraden durch eine SMDlerin der ersten Stunde Christ wurde.

wo kommen wir her
warum sind wir hier
wohin gehen wir
Psalm 139
Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe. Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele…. Deine Augen sahen mich, da ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.
Jesus spricht: Joh. 14
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
Ihr aber sollt mich sehen, denn ich lebe und ihr sollt auch leben.
Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!
In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin.
Es glänzet der Christen inwendiges Leben,
obgleich sie von außen die Sonne verbrannt.
Was ihnen der König des Himmels gegeben,
ist keinem als ihnen nur selber bekannt.
Was niemand verspüret,
was niemand berühret,
hat ihre erleuchteten Sinnen gezieret
und sie zu der göttlichen Würde geführet.
Sonst sind sie wohl Adams natürliche Kinder
und tragen das Bildnis des Irdischen auch;
sie leiden am Fleische wie andere Sünder,
sie essen und trinken nach nötigem Brauch;
in leiblichen Sachen, in Schlafen und Wachen
sieht man sie vor anderen nichts Sonderlichs machen,
nur dass sie die Torheit der Weltlust verlachen.
Doch innerlich sind sie aus göttlichen Stamme,
geboren aus Gott durch sein mächtiges Wort;
es lodert in ihnen die himmlische Flamme,
entzündet von oben, genähret von dort.
Die Engel sind Brüder, die ihre Loblieder
mit ihnen holdselig und wonniglich singen;
dass muss dann ganz herrlich,
ganz prächtig erklingen.
C.F. Richter
wo kommen wir her
warum sind wir hier
wohin gehen wir

 

Als Heinrich VIII. von England auf dem Totenbett lag, ließ er seinen Hofnarren kommen. Hofnarren sind Menschen, die in spaßiger Form die Wahrheit sagen dürfen, die einem sonst niemand mehr sagt. Der Hofnarr kam ins Sterbegemach. Der König sagte:
»Freund, ich muss jetzt gehen.«
»Wohin?«, fragte der Narr.
»Das weiß ich nicht.«
»Wann kommt Ihr wieder?«
»Ich komme nicht wieder.«
»Wer geht mit Euch?« »Niemand.«
»Habt Ihr Euch denn auf diese Reise vorbereitet?«
»Nein.«
Da nimmt der Narr seinen Narrenstab und seine Narrenkappe, wirft sie auf das Bett des Königs und sagt:
»Majestät, Ihr habt mir einmal gesagt, ich solle den Narrenstab dem Menschen geben, der ein größerer Narr sei denn ich. Ihr seid es, denn Ihr geht jetzt und wißt nicht wohin und habt keinen Begleiter. Dann verließ er den Palast und ward nie mehr gesehen. Da ließ sich der König von den Lakaien, ein Glas Wein bringen. Er trinkt den Pokal aus, wirft ihn auf den Boden und sagt: »Nun ist alles hin, die Krone, der Wein und die Seligkeit.«
Warum muss ich so traurig gehen, wenn meine Feinde täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott? Psalm 42, 10.11

Also ist unsere Seele nicht immun. Unser Glaube ist gefährdet. Die Gewissheit des Glaubens ist infizierbar. Steter Tropfen höhlt den Stein; täglich gefragt zu werden: „Wo ist nun dein Gott?“ stellt eine Versuchung ersten Ranges dar.

Diese Frage der andern ist eine Suggestivfrage. Die Antwort soll uns leicht gemacht werden. Wir sollen die Achsel zucken. Wir sollen sagen: „Ich weiß nicht; er ist mir abhanden gekommen; es war doch vielleicht nur ein Kinderglaube; vielleicht gilt Gott noch was im Elternhaus, in der Heimatgemeinde, aber hier ist er nicht mehr. Vielleicht ist Gott verreist zu andern.“

Genau dieses Eingeständnis will der Teufel im lächelnden Fragen der Kollegen erreichen. Er will unsere Liebesgeschichte mit Gott als Illusion zerschlagen. Er will uns in trostloser Welt auch so traurig machen, wie es ihm bei den andern schon gerungen ist.

Darum, o Gott, bitten wir dich, lass uns die listigen Anläufe des Teufels in seiner stetigen Infragestellerei durchschauen. Er will uns von dir trennen. Er will dich madig machen. Nichts anderes. So lass uns an dir festhalten in der Fremde. lass uns die erste Liebe nicht verlassen. Denn du hast uns zuerst geliebt.

Heinrich Giesen

„Richtige Lehre – richtiges Leben“ Predigt Dieter Bouws … 26.07.2020 Uelsen

Was wenn Gott wirklich existiert? Wenn er keine Idee ist, der man sich anschließen kann oder nicht, sondern ein „lebendiges Feuer“? Dann verändert dies mein Leben auch in meinem Zusammenleben mit anderen.

Jesus, wer bist Du,
woher hast Du diese Macht dass wenn jemand auch nur den Saum Deinens Mantels berühren durfte nicht mehr von Dir loskommt.
Gedanken von Prof. Helmut Thielicke
Wenn Jesus spricht, greift er handelnd und schöpferisch und völlig neue Tatsachen schaffend in alle diese Dinge um Gott ein.
Steht er vor einem schuldbeladenen Menschen, dann hält er ihm keine Predigt, geschweige denn einen »Vortrag« über das Thema, daß Gott ein Richter sei, vor dem er vergehen müsse, daß Gott aber auch Barmherzigkeit habe und viel­leicht einmal Gnade für Recht ergehen lasse, wenn man sich recht zu ihm stelle. Sondern wenn Jesus vor einem solchen Menschen steht, dann sagt er ihm in Vollmacht und auf den Kopf zu: »Dir sind deine Sünden vergeben!« Wenn er das aber sagt, spürt der Mensch, wie seine Ketten zu Boden fal­len, er kann aufstehen und als ein neues Geschöpf davonge­hen. Wenn Jesus zu einem Menschen spricht, dann ist das mehr als ein »Wort«, dann ist das ein Vollzug, geradezu eine schöpferische, eine neumachende Tat. Das konnte kein Mensch. Hier spürte man das, was in der Sprache des Neuen Testaments »Vollmacht« heißt.
Dazu kommt die ganze Art, wie er mit dem Leid in der Welt fertig wird, mit den Krankheiten, mit dem Tod, mit den Sor­gen. Die Prediger konnten auch sagen: Einmal kommt der Tag Gottes, an dem er abwischen wird alle Tränen von den Augen, der Tag, an dem es kein Leid mehr geben wird und kein Geschrei. Aber dort, wo Jesus hinkommt, geschieht noch etwas anderes. Da stehen die Lahmen buchstäblich auf, jetzt schon auf, und beginnen zu gehen, den Blinden werden die Augen geöffnet, die Armen werden fröhlich und die Ge­schundenen beginnen zu loben. Wo Jesus hinkommt, da ist die Luft schon jetzt zeichenhaft erfüllt von Andeutungen dessen, was Gott einmal in Fülle und unübersehbar tun wird. Da beginnt schon das Wetterleuchten des kommenden Gottestages am Horizont.
Als die Leute dies alles sehen, können sie nicht anders als ihn fragen, wer er eigentlich sei und woher er die Macht zu alle­dem nehme. Sie müssen trotz aller Skepsis, trotz aller Anti­pathie und trotz aller sozialen und weltanschaulichen Vorbe­halte gegenüber dieser »Sensation aus Nazareth« feststel­len : Er ist schlechterdings anders als wir.
Darum stellen sie die Frage nach seiner Macht.
Diese Frage bedeutet also einfach:
Jesus von Nazareth, was steckt eigentlich hinter dir? Bist du wirklich anders als wir? Gewiß, irgend etwas ist anders als bei uns und irgend etwas hast du an dir. Du hast eine geheimnisvolle Macht über Menschen und Dinge, und keiner kann die Zeichen tun, die du tust.
So werden die Menschen weiter und durch die Jahrhunderte hin mit ihm reden, sie werden mit ihm hadern und hinter sein Geheimnis zu kommen trachten:
Du hast ein Feuer angezündet auf Erden, Nazarener, es eilt wie ein Weltenbrand um den Globus, es überspringt die
Ozeane und dringt in die fernsten Kontinente. Noch nach Jahrtausenden wird es das tun.
Du hast Macht, Jesus von Nazareth! Kein Zweifel, denn kei­ner unter allen, die Menschenantlitz tragen, hat sich so durchgesetzt wie du. Millionen haben sich für dich in die Kerker werfen, von den Löwen fressen, auf die Guillotinen schleppen lassen und haben dich mit ihrem letzten Seufzer gelobt.
Kein Zweifel, daß du Macht hast, Jesus von Nazareth, Macht, wie sie nie ein sterblicher Mensch besaß. Cäsaren, Kaiser und Diktatoren haben Reiche gegründet, die in die Ewigkeit dauern sollten, sie haben ihre Grenzen befestigt, gigantische Heere geschaffen, sich als Heilande preisen las­sen, aber all ihre Herrlichkeit ist in die Winde zerstoben. Neue Kulturen und Weltreiche sind darüber gewachsen und haben ebenso das Zeichen ihrer Untergänge an der Stirn ge­tragen. Auf jeden noch so strahlenden Aufstieg ist mit völli­ger Sicherheit die Götterdämmerung gefolgt. Das ist Men­schenschicksal und wird es immer bleiben.
Du aber bist geblieben, Jesus von Nazareth, und hast doch kein Reich gegründet und keine Heere gehabt. Du hast die zwölf Legionen Engel, die dir zur Stabilisierung deiner irdi­schen Herrschaft dienen konnten, nicht herbeigerufen. Du hattest nur ein paar Jünger, die im kritischsten Augenblick deines Lebens an dir irrewurden und davonliefen.
Du bist an einem Galgen in armseligem Niemandsland ge­storben, und die Weltgeschichte ist über dich hinweggegan­gen. Doch nein, es ist umgekehrt. Du gehst über die Weltge­schichte hinweg. Immer wieder hören wir deinen Schritt. Die Sterbenden auf den Schlachtfeldern blicken auf, wenn du in ihre letzten Stunden kommst, den Schuldbeladenen huscht ein Schein über das Antlitz, wenn du ihnen die Ket­ten nimmst, die Geängsteten und Versorgten bekommen Ruhe in ihren Blick, wenn sie dein Wort hören: »Fürchte dich nicht.« In allen Armen und Verachteten gehst du im­mer wieder neu über die Erde. Deine ewige Wanderschaft hüllt sich in die Maske der Ärmsten.
Ja, du bist geblieben, du rätselhafter Nazarener. Manchmal schienst du freilich verschüttet, und ganze Epochen haben dich totgeschwiegen. Aber immer wieder bist du aus deinem versiegelten Grab emporgefahren und hat es die Menschen ahnen lassen, daß du der Heiland und heimliche Regent der Welt bist.
So sprechen die Menschen aller Jahrhunderte auf Jesus ein, und am Schluß fragen sie ihn: Spürst du denn nicht, wie uns deshalb die Frage umtreibt, wer du bist und aus welcher Macht du das alles tust?
Wer bist du, Jesus von Nazareth?
Bist du eine Persönlichkeit von ungeheurer suggestiver Kraft, daß du das fertigbringst? Bist du ein Genie der Men­schenbehandlung, daß du die Leute so an dich kettest und sie für dich leben und sterben läßt? Bist du ein kluger Psycho­loge, ein geschickter Taktiker der Seele, daß du die religiösen Bedürfnisse der Menschen ausnützt und dich für Jahrtau­sende unentbehrlich machst?
Oder – oder – bist du Gottes Sohn, bist du der ganz Andere, bist du allein »von oben her«, während wir anderen alle »von unten« sind? Ist es Gottes eigenes Vaterherz, das in dem deinen schlägt, wenn du dich niederbeugst zu den Ar­men und Kranken? Ist es Gottes eigene Hand, wenn du die deine heilend auf die verwundeten Gewissen und kranken Körper legst?
Bitte, sag es uns, wer du bist: Woher hast du deine Macht? Von Gott oder den Menschen ?
Jesus wer bist Du

Von Gott umgeben

Unvergessliche Stunden habe ich erlebt, auf den Felsblöcken sitzend, die die schäumenden Wasser des Sturzbachs aufnahmen, oder im Schatten der alten Bäume nicht weit von der Hütte, wo die Stunden wie Minuten verrannen. Manchmal bin ich umhergewandert, hier und da Rast machend, oft so gewaltig von dem Bewusstsein der Gegenwart Gottes erfüllt, dass alles in mir Anbetung, Lobpreis und Huldigung wurde oder sich in Fürbitten und zuversichtlichen Gebeten Luft machte. Unbeschreiblich war die Schönheit der Pflanzenwelt, die Farbe des Sees und das immer wechselnde Bild, das sich dem Auge darbot. Allein und doch nicht allein! Gelöst von allen irdischen Schranken, atmete alles in mir auf in Freiheit und Freude. Es war wie ein Vorgeschmack der zukünftigen Welt. Kein Fürst war reicher und glücklicher als ich in der kleinen, braunen Hütte auf Simmern über dem See. NK 21.06.20

Lieber Herr, ich danke Dir für diese Augenblicke Deiner besonderen Nähe, den Vorgeschmack Deines ewigen Reiches.

S. Kluth

An unerträglichen Tagen

Herr, mein Gott, es gibt Tage,
an denen alles versandet ist: die Freude, die Hoffnung, der Glaube, der Mut.
Es gibt Tage, an denen ich meine Lasten nicht mehr zu tragen vermag:
meine Krankheit, meine Einsamkeit, meine ungelösten Fragen, mein Versagen.

Herr, mein Gott, lass mich an solchen Tagen erfahren, dass ich nicht allein bin, dass ich nicht
durchhalten muss aus eigener Kraft,
dass du mitten in der Wüste einen Brunnen schenkst und meinen übergrossen Durst stillst.

Lass mich erfahren, dass du alles hast und bist,
dessen ich bedarf.
Lass mich glauben, dass du meine Wüste in fruchtbares Land verwandeln kannst.

Sabine Naegeli

„Der Grund, warum die Menschen am Christentum zweifeln, ist ganz einfach der, daß sie es nur denken, anstatt es zu leben." Prof. O. Hallesby
Pfingstpredigt ref  Uelsen 1.06.2020

Predigt: Pastor C. Wiarda

Gottes Geist ist ansteckend!

Obwohl es wie der  Unterschied von Tod und Leben ist – die Ausbreitung des Corona-Virus im Gegensatz und der Weg des Evangeliums von Jesus Christus durch die Welt, meint Pastor C. Wiarda doch ein paar Dinge gefunden zu haben, die äußerlich vergleichbar sind. Mir ihnen versucht er auf ungewohnte Weise  die große Kraft des Heiligen Geistes zu veranschaulichen.  Auch die jetzt überall  ergriffenen Schutzmaßnahmen werden für ihn in dieser Predigt zu Johannes 20, 19-23 zu einer Art Gleichnis; für ein Tun der Christen, dass das Wirken des Heiligen Geistes behindern – oder eben unterstützen kann.

 Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort. 2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. 3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen, 4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab. 5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. 6 Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde verstört, denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. 7 Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, Galiläer? 8 Wie hören wir sie denn ein jeder in seiner Muttersprache? 9 Parther und Meder und Elamiter und die da wohnen in Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, Pontus und der Provinz Asia, 10 Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Römer, die bei uns wohnen, 11 Juden und Proselyten, Kreter und Araber: Wir hören sie in unsern Sprachen die großen Taten Gottes verkünden. 12 Sie entsetzten sich aber alle und waren ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden? 13 Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll süßen Weins.

Pfingstpredigt  alt/ref  Uelsen 31.05.2020

Predigt: Pastor Dieter Bouws

Da in der Kapelle in Egge bislang noch keine Gottesdienste gefeiert werden können, sendet die Ev.-ref. Kirchengemeinde Uelsen zu Pfingsten wieder einen Video-Gottesdienst von dort. Die Geschichte vom ersten Pfingstfest steht im Zentrum des Gottesdienstes – und damit zugleich auch die Verbindung zum jüdischen Wochenfest, das in diesem Jahr auf das selbe Wochenende fällt wie Pfingsten.

Orgel: Helga Beuker

Lesung: Mina Wolterink

Predigt: Pastor coll. Hauke Not

Eine kleine Parabel über eine Blume:

Wenn Jesus sprach hörten ihm oft auch Tiere und Pflanzen zu.

Diese eine hörte genau hin als Er sagte:

„Ihr aber sollt warten und in der Stadt bleiben, bis ihr angetan werdet mit Kraft aus der Höhe.“

Und diese Blume wartete sehr ungeduldig, denn fast alle anderen Blumen blühten schon.

Genau 10 Tage nach Himmelfahrt blühte sie in voller Pracht.

Da sagte Jesus zu ihr:  „Von nun an sollen dich alle Menschen Pfingstrose nennen, weil du die Menschen jedes Jahr daran erinnerst was ich ihnen versprochen habe.“

Siegfried Kluth

Joh. 14,18-20

Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch. Es ist noch eine kleine Zeit, dann sieht die Welt mich nicht mehr. Ihr aber seht mich, denn ich lebe, und ihr sollt auch leben.

An jenem Tage werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch.

Herr höre meine Stimme 

Schon immer haben Menschen sich schwer getan, wahrzunehmen wie Gott in unserer Welt redet. Der heilige Geist muss wirken, dass Ohren dafür geöffnet werden und Menschen den Zuspruch des Evangeliums persönlich hören. In seinem Gottesdienst zum Sonntag Exaudi (Übersetzt: Höre!) legt Pastor Wiarda die Geschichte von Samuels Berufung aus (1. Samuel 3, 1-10).

Er fragt dabei u.a.: -Ist es es in unserem modernen Medienzeitalter ganz egal geworden, wo und wie eine Predigt gehört wird? -Gibt es vielleicht doch Orte und Situationen, an denen das besser gelingt als anderswo? -Was können Menschen dafür tun, um bereit zu werden für das Wort?

alt/ref  Gottesdienst 24.05.20 in Uelsen „Damit habe ich keine Verträge“ Predigttext: Jeremia 31,31-34

Damit die Wüste blüht aus dem NK 17.05.2020

Dieses geschieht auch…. aber schlechte Nachrichten sind vielleicht interessanter

Vor zwei Jahren wurde Toni Rinaudo mit einem „Alternativen Nobelpreis“ ausgezeichnet. Der Entwicklungshelfer und Missionar hat eine Wiederaufforstungsmethode entwickelt und erfolgreich eingesetzt. Dabei wird auf noch lebende Wurzelreste gerodeter Bäume zurückgegriffen, die dann wieder zum Wachsen gebracht werden. Allein in Niger konnten so mehr als sechs Millionen Hektar Land wieder begrünt werden. Heute wird die Technik in über 25 Ländern genutzt. Auf diese Weise hat „der Waldmacher“ vielleicht Hunderttausende Afrikaner vor dem Hungertod gerettet und bewirkte mit seiner Methode die größte Umweltveränderung in Afrika in den letzten 100 Jahren. Damit unsere Welt Pflanzen hervorbringt, wie Gott das von Anfang an wollte, muss es heute solche Menschen wie Rinaudo geben, die sich durch nichts mutlos machen lassen und die unsere Not auch als Chance begreifen.

Video-Gottesdienst mit Pastor Bodo Harms

zum Sonntag, 17. Mai 2020 – 5. Sonntag nach Ostern

 

Gedanken zu Johannes 14, 6

Jesus sagt:

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, es sei denn, durch mich!

 

Musik: Nina Schwarz an der Gitarre

„Vom Beten“

Gottesdienst alt/ref Uelsen  17.05.2020  Pastor Dieter Bowers

Vater unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Seit dieser Woche gibt es in der ev.-ref. Kapelle in Egge eine neue Orgel.
Im Video-Gottesdienst für den Sonntag Kantate erklingt sie zum ersten Mal.
In der Predigt erzählt Pastor coll. Hauke Not vom ersten Gottesdienst Israels im neu errichteten Tempel, von der verbindenden Kraft des gemeinsamen Musizierens, sowie von der noch viel grundlegenderen Verbundenheit im Heiligen Geist, durch den wir auch auf Abstand gemeinsam Gottesdienst feiern.

Neukirchener Kalender 2020

Montag, 4. Mai 2020

Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist. (1. Petrus 3,15)

Wir haben eine Hoffnung, die unser Leben trägt. Der Apostel schildert, wie diese Hoffnung alles verändert. Wir lassen uns nicht einschüchtern. Denn diese Hoffnung reicht weit über unser Leben hinaus. Jesus ist dafür unsere Garantie. Gott hat ihn vom Tod auferweckt, und er lebt. Und noch viel mehr: Er lebt in uns! Er teilt sein Leben mit uns und will, dass auch unser Leben gelingt. Mit dieser Gewissheit können wir getrost alle Herausforderungen anpacken, die heute auf uns warten. Er wird uns geben, was wir dazu brauchen, auch wenn andere uns zur Rechenschaft ziehen, unseren Glauben hinterfragen. Weil unser Herz erfüllt ist von Hoffnung, können wir es nicht für uns selbst behalten. Denn wenn das Herz voll ist, dann strömt es über. Dann muss diese Hoffnung weitergesagt werden, damit auch andere davon angesteckt werden. Erfüllt von dieser Hoffnung, werden wir zu Zeugen für unseren Herrn, der in uns lebt und durch uns wirkt. (G-P)

„Die unmögliche Möglichkeit nicht bei Jesus zu bleiben.“

Gottesdienst alt/ref Uelsen  3.05.2020  Pastor Dieter Bowers

„Den Juden ein Jude, den Griechen ein Grieche werden

Exakt  so hat es Paulus zwar nicht gesagt (vgl. 1, Kor 9, 20ff), aber der Satz beschreibt prägnant, wie der Völkerapostel, wenn er das Evangelium von Jesus Christus predigt, jeweils ganz stark auf seine Zuhörer eingeht. Der Geist von Pfingsten leitet ihn, „ihre“ Sprache zu sprechen. Und dennoch biedert Paulus sich nicht  an.  Er benennt das Verbindende aber auch ganz klar das Trennende.
In seiner Auslegung zu Apostelgeschichte 17, 16-34 skizziert Pastor Wiarda, wie Paulus in der Wissenschaftshochburg Athen zu den Menschen redet. Er knüpft beim Suchen der Menschen nach Gott  an, bezeugt aber dann ganz deutlich,  dass all` diese menschlichen Versuche, selbst zu Gott emporzusteigen, immer wieder in die Irre gehen. Rettung ist allein  bei Jesus Christus zu finden, der zu uns herabgestiegen ist. Weil er uns gesucht und gefunden hat, haben wir Zukunft.

Wo kommen wir her, warum sind wir hier, wo gehen wir hin?

Psalm 139 Ein Psalm Davids, vorzusingen. HERR, du erforschest mich und kennest mich. 2 Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. 3 Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. 4 Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht alles wüsstest. 5 Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. 6 Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen. 7 Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht? 8 Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da. 9 Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, 10 so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten. 11 Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein –, 12 so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht. 13 Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe. 14 Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. 15 Es war dir mein Gebein nicht verborgen, / da ich im Verborgenen gemacht wurde, da ich gebildet wurde unten in der Erde. 16 Deine Augen sahen mich, da ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war. 17 Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken! Wie ist ihre Summe so groß! 18 Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als der Sand: Wenn ich aufwache, bin ich noch immer bei dir. ….  23 Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich’s meine. 24 Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.

Ein gemeinsamer Gottesdienst der ref/ und der alt/ref Kirchengemeinde aus Uelsen…. 26.04.2020
alt/ ref Kirche Uelsen  P. Dieter Bouws

19.04.2020

ref Kirche Uelsen  P.coll. Hauke Not

Blick nach oben und seht:

Wer hat das alles geschaffen?

Jes. 40,26-31

Neukirchener Kalender 2020

Montag, 13. April 2020

Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. (Markus 16,15)

Die Jünger sitzen bei Tisch. Ungläubig und voller Zweifel haben sie gehört, dass Jesus lebt. Sollte das möglich sein? Ich kann mir die Tischgespräche gut vorstellen. Heute werden oft solche Gespräche geführt: über die verlorene Gewissheit, über den unsicher gewordenen Glauben, über die fragliche Zukunft der Religion. Solche Gespräche bewegen sich um eine Mitte, dringen aber nicht bis zu ihr vor. Als dann Jesus unter sie tritt, lässt er keinen Augenblick Zeit für ein freudiges Wiedersehen. Kein freundlicher Gruß war zu hören, im Gegenteil: Er tadelt ihren Unglauben! Dann sendet er sie sofort hinaus in alle Welt, aller Kreatur das Evangelium zu verkündigen. Wenn Jesus sendet, ist kein Aufschub möglich. Der Tisch wird nicht mehr abgeräumt. Die Zeit der Gespräche in der eigenen Echoblase ist vorbei. Das Evangelium in die Welt zu bringen, den Glauben an den Auferstandenen offen und einladend zu leben, das ist uns allen aufgetragen. (Bü-W)

Frisch und fröhlich

„Euer Glaube ist schwach und müde geworden“, sagt Seth, mein Freund aus Ghana. „Von uns könntet ihr neu die Lebendigkeit des Glaubens lernen.“ Er klagt manchmal, wie langweilig und verstaubt unsere Gottesdienste sind und wie wenig überzeugend und einladend unser Glaube in der Welt erscheint. In den Gottesdiensten seiner Gemeinde wird leidenschaftlich gepredigt, laut gebetet, von Herzen gesungen und getanzt. Viele bleiben fast den ganzen Tag beisammen, teilen ihre Sorgen und Freuden und essen gemeinsam, was an Köstlichkeiten mitgebracht wurde. Ich bin da immer wieder gerne dabei und denke: Mission ist heute längst keine Einbahnstraße mehr. Sie geschieht hier und jetzt. Gemeinsam mit allen, die zu Christus gehören, und die heute aus aller Welt zu uns kommen, bezeugen wir den Glauben an den Auferstandenen und freuen uns über Gott. Er sammelt die Gemeinde und sendet sie hinaus in die Welt.

Ostergottesdienst aus  der alt/ref Kirche Uelsen

Pastor Dieter Bouws….   12.04. 2020

Wie feiert man das Fest der Auferstehung in einer Zeit voller Leiden und Tod?

In ihrem Ostergottesdienst zeigen die Pastoren der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde in Uelsen, dass schon das erste Osterfest nachdenklicher war, als wir es uns manchmal vielleicht vorstellen. Auch die Jünger brauchten damals Zeit, um vom Erschrecken den Weg zur Hoffnung zu finden. Musikalisch wird der Gottesdienst von Nina Schwarz an der Gitarre und Christoph Wiarda an der Orgel gestaltet.

Gottesdienst Karfreitag

alt/ref Kirche Uelsen Pastor Dieter Bouws  10.04. 2020

Am Kreuz scheiden sich die Geister.

Schon der Apostel Paulus wusste: Das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es eine Gotteskraft. Besonders anschaulich wird das im Bericht des Evangelisten Lukas von den zwei Männer, die neben Jesus auf Golgatha hängen. Pastor Wiarda legt, mit Hilfe eines Bildes von Lukas Cranach, diesen Text aus (Lukas 23, 39-43) und erinnert an die zwei Wege,

zwischen denen wir uns auch heute noch entscheiden müssen.

Gottesdienst alt/ref Uelsen

Pastor Dieter Bouws   Markus 14, 3-9

5.4.2020

Andacht über Markus 11, 1-9  (Jesu Einzug nach Jerusalem / Palmsonntag)

aus der Evangelisch-Reformierten Kirche in Uelsen von Pastor Bodo Harms

Neukirchener Kalender 2020

Sonntag, 29. März 2020

Ich wache und klage wie ein einsamer Vogel auf dem Dache. (Psalm 102,8)

Wie ehrlich die Schreiber der Bibel sind! Der Beter des Psalms schreit seine Not heraus. Aber er schreit sie nicht in ein Nichts, in die unendliche Weite des Weltraums. Er schreit seine Klagen Gott entgegen. Bei Gott darf er das. Bei Gott dürfen wir das. Er ist ein Gott, der die Wahrheit liebt. Seine Leute müssen vor ihm nicht schauspielern und „gute Miene zum bösen Spiel machen“. Sie brauchen nicht Glück und Freude zu heucheln, wenn ihnen nach Weinen und Klagen zumute ist. Seine Menschen dürfen das, weil Gott der Einzige ist, der Not wirklich wenden und der trösten kann. Am Ende unseres Psalms kommt der Beter zu dieser Erkenntnis (V. 28f). Wer mit seiner Traurigkeit, mit seiner Not, mit seiner Einsamkeit zu Gott geht, der wird erfahren, dass er bald nicht mehr ein „einsamer Vogel auf dem Dach“ ist. Sondern er wird „auffahren mit Flügeln wie ein Adler“ (Jes 40,31). Darum gilt es, „auf den Herrn zu sehen“ – heute und an jedem anderen Tag. (Di-L)

Der deine Tränen versteht

„Manchmal heule ich Gott einen ganzen Kübel voll“, sagte die Frau, mit der ich im Gespräch war, ganz leise. Als sie mir dann ihre Lebensgeschichte erzählte, konnte ich sie gut verstehen: Innerhalb weniger Monate hatte sie ihren Mann und ihre zwei Kinder verloren. Grund genug für Klagen und Weinen war vorhanden. Aber dann redete sie weiter: „Gott sei Dank, dass ich ihn kenne und habe. Vor ihm darf ich meinen Kübel ausschütten. Er hält das aus. Ich weiß, dass er meine Schmerzen kennt. Ich lege sie ihm auf sein Herz. Und wenn ich ihm dann alles gesagt habe, wird mir leichter ums Herz. Und manchmal wird dann aus meinem Klagelied ein Danklied. Ich weiß doch, dass er es nur gut mit mir meint.“ Als sie so redete, dachte ich: Wie gut wäre es, wenn alle, die weinen und klagen, diesen Gott kennen würden.

„und raus bist Du“ alt/ref Gottesdienst Uelsen 29.03.2020

Pastor D. Bouws

 

Woher bekommen wir Kraft und Geduld in dieser Zeit der besonderen Herausforderungen?
Gerade auch angesichts der Prognose, dass die strengen Distanz-Maßnahmen für viele noch eine ganze Zeit andauern werden.

Dieser Frage geht Pastor C. Wiarda in seiner Ansprache nach. Dazu legt er Worte aus  Hebräer 12 aus:

lasst uns laufen mit Geduld
in dem Kampf, der uns bestimmt ist
und aufsehen zu Jesus,
dem Anfänger und Vollender des Glaubens.

SEIN LOB WIRD EUCH ENTFLAMMEN

Genfer Psalmen im Klang des 21.Jahrhunderts

Impressionen der CD-Vorstellung am 28.Juni 2015

Nordhorn, Alte Kirche der ev.-reformierten Gemeinde

Psalm 150

 

Nichts ist auf dieser Erden, das da beständig bleibt,
allein die Güt des Herren, die währt in Ewigkeit, steht allen Menschen offen; Gott läßt die Seinen nicht. Drauf setz ich all mein Hoffen, mein‘ Trost, mein Zuversicht.

 

Wir wissen nicht, was dem Dichter dieser Zeilen (EG 472, 2) damals besonders vor Augen stand, als er über das Vorübergehen aller Dinge dieser Welt schrieb. Ganz sicher ahnte er noch nichts von der Corona-Krise 400 Jahre später oder konnte voraussehen, wie lange sie anhält. Auch wir können es nicht.  Dennoch ist seine Einsicht im Glauben auch heute gültig. Alles geht vorüber. Und noch viel wichtiger: Gott lässt die Seinen nicht los. Egal, was kommt. Nichts kann uns scheiden von seiner Liebe, die  in Christus Jesus ist, unserem Herrn (Römer 8, 39). Im festen Vertrauen darauf können wir in dieser besonderen Zeit  zuversichtlich das tun, was jetzt dran ist. Besonders wichtig ist es jetzt, Kontakt zu halten – durch Telefongespräche (auch die gute alte Post gibt es noch), über soziale Medien, oder auch einfach der Gruß über den Gartenzaun. Und wir können uns gegenseitig ins Gebet nehmen.      P. Wiarda

Du bist nicht versteckt

Original Text
Es gab nie einen Moment
Du wurdest vergessen
Du bist nicht hoffnungslos
Obwohl du gebrochen wurdest
Deine Unschuld gestohlen

Ich höre dich unter deinem Atem flüstern
Ich höre dein SOS, dein SOS

Ich werde eine Armee aussenden, um dich zu finden
Mitten in der dunkelsten Nacht
Es ist wahr, ich werde dich retten

Es gibt keine Entfernung
Das kann nicht abgedeckt werden
Über und über
Du bist nicht wehrlos
Ich werde dein Schutz sein
Ich werde deine Rüstung sein

Ich höre dich unter deinem Atem flüstern
Ich höre dein SOS, dein SOS

Ich werde eine Armee aussenden, um dich zu finden
Mitten in der dunkelsten Nacht
Es ist wahr, ich werde dich retten
Ich werde nie aufhören zu marschieren, um dich zu erreichen
Mitten im härtesten Kampf
Es ist wahr, ich werde dich retten

Ich höre das Flüstern unter deinem Atem
Ich höre dich flüstern, du hast nichts mehr übrig

Ich werde eine Armee aussenden, um dich zu finden
Mitten in der dunkelsten Nacht
Es ist wahr, ich werde dich retten
Ich werde nie aufhören zu marschieren, um dich zu erreichen
Mitten im härtesten Kampf
Es ist wahr, ich werde dich retten

Oh, ich werde dich retten

Am 15.03.20 fallen alle Gottesdienste in Uelsen aus….

hier die Predigt von Dieter Bouws (als Tondatei)

Frage 64   Heidelberger Katechismus
Macht aber diese Lehre die Menschen nicht leichtfertig und gewissenlos?

Nein;
denn es ist unmöglich, dass Menschen,
die Christus
durch wahren Glauben eingepflanzt sind,
nicht Frucht der Dankbarkeit bringen.

Oh die tiefe, tiefe Liebe Jesu 

Riesig, ungemessen, grenzenlos, frei Rollen wie ein mächtiger Ozean  In seiner Fülle über mich Unter mir, überall um mich herum  Ist der Strom deiner Liebe  Vorwärts führen, nach Hause führen 

Zu deiner herrlichen Ruhe oben

Oh, die tiefe, tiefe Liebe Jesu  Für mich ist es der Himmel  Und es erhebt mich zum Ruhm Denn es erhebt mich zu dir

Oh, die tiefe, tiefe Liebe zu Jesus 

Verbreiten Sie sein Lob von Ufer zu Ufer  Wie er uns liebt, liebt uns jemals, Änderungen nie, nie mehr

Neukirchener Kalender 2020

Mittwoch, 11. März 2020

Jesus blieb stehen und sprach: Ruft ihn her! (Markus 10,49)

Bartimäus war sicher nicht der einzige Blinde in Jericho. Er war vielleicht auch nicht der Einzige, der sich in seiner Not an Jesus wandte und rief: „Meister, erbarme dich über mich!“ Aber er war offenbar der Einzige, der sich von dieser Hoffnung auf Jesus nicht durch das Maßregeln seiner Mitmenschen abbringen ließ. Er schrie nur umso lauter nach Jesus, je mehr sie ihn davon abbringen wollten. Wie oft lassen sich Menschen in ihrem Glauben durch negative Bemerkungen anderer zum Schweigen bringen! Der in der Öffentlichkeit ausgesprochene Glaube an Jesus stößt bei vielen auf Widerspruch. Wohl dem, der sich wie dieser Mann dadurch nicht einschüchtern lässt. Jesus ist da für solche Menschen, die gegen alle äußeren und inneren Widerstände ihr Vertrauen auf ihn setzen. Er ruft den Mann vom Rande des Lebens zu sich in die Mitte des Lebens. Der „springt auf“ (V. 50), und ein neues Leben beginnt in der Nachfolge Jesu.

ist Prof. John Lennox überzeugt. Im Gespräch mit ERF Medien auf dem Kongress christlicher Führungskräfte 2015 in Hamburg verrät er warum. John Lennox ist emeritierter Professor für Mathematik der University of Oxford. Lennox befasst sich neben seinem eigenen Fachgebiet auch mit der Verhältnisbestimmung von Wissenschaft und Religion.

Neukirchener Kalender 2020
Sonntag, 8. März 2020

Ich hebe meine Augen auf zu dir, der du im Himmel thronst. (Psalm 123,1)

Die Verhaltensregel, die Psalm 123 zugrunde liegt, war in früheren Zeiten ganz normal. Traf man auf einen Herrscher, dann hatte man den Kopf zu beugen, den Blick zu senken und allenfalls auf die Hände der Person zu sehen (V. 2). In dieser unterwürfigen Haltung musste man so lange verharren, bis er vorübergegangen war. Es sei denn, er erbarmte sich und forderte einen auf, sich zu erheben. Dann durfte man den Rücken gerade machen und die Augen heben.
Wenn es einen gibt, der unvergleichbar mächtig ist, dann der, dessen Thron über dieser Erde steht: Gott! Wenn der Psalmbeter zu ihm die Augen erhebt, dann, weil Gott sich seiner erbarmt hat. Das sagt viel darüber aus, wie Gott ist. Er ist anders als die Machthaber in dieser Welt. Er geht nicht einfach an uns vorüber. Er zwingt uns nicht in den Staub. Vor ihm muss ich den Blick nicht senken. Ihm darf ich begegnen, so wie ich bin. (Br-S

Weil ihr denn Kinder seid, hat Gott gesandt den Geist seines Sohnes in eure Herzen, der schreiet: Abba, lieber Vater! Galater 4, 6

Glaube und Skepsis – Dr. Jürgen Spieß | Begründet-glauben-Konferenz 2020
DAS BESONDERE EVANGELIUM – WIE UNTERSCHEIDET SICH DAS JOHANNES-EVANGELIUM VON DEN DREI ANDEREN EVANGELIEN?
Worthaus 9 – Tübingen: 8. Juni 2019 von Prof. Dr. Siegfried Zimmer

Wozu gibt es eigentlich vier Evangelien, wenn sie doch alle irgendwie die gleiche Geschichte erzählen? Hätte man das nicht zusammenfassen können?
So einfach ist es natürlich nicht, erklärt Siegfried Zimmer. Im Gegenteil, die Evangelien erzählen zwar alle die Geschichten von Jesu Wirken auf der Erde, seinem Tod und Auferstehung, doch gerade das Johannes-Evangelium unterscheidet sich grundlegend von den drei älteren Erzählungen. Im Johannes-Evangelium hält Jesus lange Reden, spricht zu einem Jünger, den er scheinbar besonders liebt, er wäscht seinen Jüngern die Füße und sagt über sich selbst Unerhörtes – Sätze für die er eigentlich „in die Psychiatrie“ gekommen wäre, wie Zimmer sagt. Worüber Jesus im Johannes-Evangelium – im Gegensatz zu den anderen Evangelien – nicht spricht, sind Nächstenliebe, Feindesliebe und all die Menschen, die besonderen Schutz brauchen, Waisen, Witwen, Prostituierte. Warum das Johannes-Evangelium so anders ist, erklärt Zimmer natürlich auch und rückt damit die Evangelien in ein neues Licht. Und man merkt schnell: Es ist mal wieder wichtig, aus welcher Richtung wir auf die Bibel schauen.

Von Licht erfüllt

In einem muslimischen Land lebte eine Frau, die als Medium in spiritistischen Sitzungen gedient hatte. Als sie von Jesus hörte und ihr Vertrauen auf ihn setzte, wurde sie von diesen Mächten frei. Eines wunderte sie immer wieder: dass Christen nicht wissen, welche Autorität sie besitzen. Sie erzählte, dass sie damals als Medium schon von Weitem sehen konnte, wer Christ war und wer nicht. Sie konnte über den Köpfen der Christen ein Licht sehen, das ihr zeigte, dass hier eine größere Autorität vorhanden war als ihre dunkle Kraft. Sie konnte nicht fassen, dass viele Christen nichts wissen von diesem Licht und von der Kraft, die dämonische Mächte erzittern lässt. Jesus, der durch den Glauben in uns wohnt, verleiht uns diese Autorität. Es ist nicht unsere Kraft, sondern Jesus selbst, der uns stark macht. Er ist das Licht der Welt. Wir sollen dieses Licht nicht unter den Scheffel stellen. Das ist unser Beitrag dazu. Mehr nicht.

NK Kalender 05.02. 2020

Lieder, die meinen Glauben geprägt haben

Oft sind es „geliehene“ Worte, z.B. eingängige Liedstrophen, mit denen wir am besten bezeugen  können, worauf wir vertrauen.
Im Gespräch  mit seinem Sohn Christoph blickt Pastor i.R. Diddo Wiarda zurück auf prägende Lieder in seinem Leben. Viele wurde ihm schon im elterlichen Pfarrhaus an Herz gelegt. Mit anderen verbinden sich Erlebnisse aus seinem Berufsleben. Und manche Lieder haben für ihn im Alter -er ist jetzt 90- noch einmal neu einen  tröstlichen und hoffnungsvollen Klang bekommen. Immer wieder durfte er erleben, wie der Glaube trägt; persönlich – und in seinem Dienst in der Gemeinde Jesu Christi.

Jüngerschaft im 21. Jahrundert 
Vortrag von Pastor Raphael Schuster

Aufzeichnung des Vortrags ( 30.09.2019 )

Aus Markus 8  Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben behalten will, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird’s behalten. Denn was hilft es dem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen und Schaden zu nehmen an seiner Seele? Denn was kann der Mensch geben, womit er seine Seele auslöse?

Die Stimme des Guten Hirten

Wenige Monate vor dem Tod Helmut Thielickes stellte ihm ein Journalist folgende Frage ,,Herr Professor, wie stellen Sie sich den Himmel vor“ Thielicke antwortete: ,,Ich weiß es nicht, aber ich werde dort der Stimme des Guten Hirten folgen, dem ich hier gefolgt, bin.“ In seinem Buch ,,Woran ich glaube“ schreibt er: ,,Unser zweifelndes Herz und unsere leeren Hände empfangen schon jetzt die segnende Berührung, die unser Leben erweckt und uns die Gewissheit neuer Ufer und eines neuen Tages zuteilwerden lässt.“ Und seine Lebenserinnerungen schließt er mit den Zeilen: ,, Als Christen sind wir gewiss, dass die uns zugemessene Lebensspanne nur die Adventszeit einer noch – größeren Erfüllung ist. Das Land, in das wir gerufen werden, ist ein unbekanntes, ja unvorstellbares Land.

Nur eine Stimme gibt es, die wir wiedererkennen werden, weil sie uns hier vertraut war: die Stimme des Guten Hirten.“

Unter Gottes Schutz  Palm 91

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitz  und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt,  der spricht zu dem HERRN: / Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe. 

Denn er errettet dich vom Strick des Jägers und von der verderblichen Pest. Er wird dich mit seinen Fittichen decken, / und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügel Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, dass du nicht erschrecken musst vor dem Grauen der Nacht vor dem Pfeil, der des Tages fliegt, vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt.Wenn auch tausend fallen zu deiner Seite / und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen. Ja, du wirst es mit eigenen Augen sehe und schauen, wie den Frevlern vergolten wird. Denn der HERR ist deine Zuversicht, der Höchste ist deine Zuflucht. Es wird dir kein Übel begegnen und keine Plage wird sich deinem Hause nahen. Denn er hat seinen Engeln befohlen dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest. Über Löwen und Ottern wirst du gehen und junge Löwen und Drachen niedertreten. »Er liebt mich, darum will ich ihn erretten, er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen. Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören; / ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen. Ich will ihn sättigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein Heil.«

Jesus, höchster Name     ( aus dem NK 9.08.19 )

Rami war schon mit 12 Jahren in die iranische Hisbollah eingetreten. Mit 14 wurde er Teil eines Exekutionskommandos. Als er 1989 wegen gefälschter Ausweispapiere in Malaysia in Haft kam, begegnete er einem Christen. Er wollte mit Gewalt auf ihn losgehen. Die Mitgefangenen hielten ihn davon ab. Umso mehr las Rami seinen Koran. Doch eines Nachts, während er zu Allah betete, fühlte er sich von einem bösen Geist bedroht. Er schrie zu Allah. Doch der böse Geist bedrängte ihn umso mehr. Er rezitierte Koransuren und betete noch mehr. Die Angst vor dem Dämon wurde nur noch schlimmer. Da hörte er eine Stimme: „Bete im Namen Jesu!“ Er dachte gar nicht daran. Doch dann öffnete sich sein Mund wie von selbst „Jesus, zeige dich mir!“ Und der böse Geist verschwand. So begann die Wende in seinem Leben. Heute ist Rami Evangelist. Auch sein Vater und zwei seiner Brüder sind zum Glauben an Jesus gekommen.

LESETIPP:
Christiane Ratz: Jesus findet Muslime. 21 schicksalhafte Lebenswenden. 304 S., geb., 15,00 € (Brendow). – Christiane Ratz war in Westafrika unterwegs, als ihr zum ersten Mal ehemalige Muslime begegneten, denen Jesus sich sichtbar in einem Traum oder einer Vision gezeigt hatte. Sie hörte, dass solche Offenbarungen keine Einzelfälle sind, und hat sich für dieses Buchprojekt auf die Suche nach Menschen mit ähnlichen Erfahrungen gemacht.

LUTHERS SPIRITUALITÄT ALS HERAUSFORDERUNG FÜR HEUTE
von Prof. Dr. Peter Zimmerling

Christentum – das klingt altmodisch, langweilig, naiv. Spiritualität aber klingt modern, entspannend, ein bisschen exotisch. Spirituelle Menschen werden bewundert, Christen werden belächelt. Dabei meint Spiritualität nichts anderes, als den Glauben an etwas, der eingeübt wird und ethisches Handeln im Alltag verlangt. Nichts anderes tun Christen. Sie suchen die Nähe zu Gott und versuchen, ihren Glauben in den Alltag zu integrieren. Das versuchte auch Martin Luther. Er war spirituell, lebte seinen Glauben, wollte ihn erfahren. Und wie so oft in Luthers Theologie hatte seine Spiritualität, sein Verständnis eines lebendigen Glaubens, auch mit Sünde und Vergebung zu tun. Der Leipziger Theologe Peter Zimmerling erklärt, was der christliche Glaube mit Spiritualität zu tun hat, wie der Glaube erfahrbar wird und warum schwierige Lebenssituationen das beste sind, was uns für unseren Glauben und unsere Spiritualität passieren kann.

Warum lesen wir in der Bibel“

Luther sagte einmal: ,,Die Heilige Schrift ist ein Kräutlein; je mehr du es reibst, desto mehr duftet es.“  Es ist so wichtig, sich immer neu vom Duft der Liebe Gottes erfüllen zu lassen. Denn in immer neuen Varianten strömt uns in der Bibel der rettende Geruch des Lebens entgegen. Regelmäßige Bibelleser machen freilich auch andere Erfahrungen. Es gibt Tage, an denen die Bibel zu schweigen scheint. Manchmal wird ein Wort erst nach vielfachem Hören lebendig. Andere Aussagen hören sich zwar gut an, kommen aber irgendwie nicht ins Herz. Die Bibel ist nicht selbstverständlich. Die Gründe dafür sind vielfältig: Routine oder fehlende Ruhe, Missverständnisse oder fehlender Gehorsam. Dann sind wir möglicherweise nicht auf Empfang – oder Jesus sendet nicht. Auch das gibt es. Wir wollen neu lernen: Leben in der Schrift zu-finden, ist ein Geschenk Gottes. Deshalb wollen wir Gott bitten, bis wir sein leises Reden wieder hören.  Aus dem NK

Wir haben selber gehört und erkannt: Dieser ist wahrlich der Welt Heiland. Joh 4,42

,,Weitersagen, weitertragen …“ So brennt es uns auf der Seele, wenn Jesus unser Leben verwandelt.

,,Kommt, seht!“, ruft die Samaritanerint: „Lasst euch einladen zu dem, der zum wahren Leben führt“ Der Frau sind die Augen aufgegangen. Jetzt muss sie es ihren Leuten in der Stadt berichten. Wie ein Lauffeuer breitet sich die Nachricht aus. ln Scharen laufen die Menschen zu Jesus. Seine Worte entzünden ihre Herzen. Zwei Tage sind sie mit ihm zusammen. Durch die direkte Begegnung mit Jesus sagen sie aus eigener Überzeugung: ,,Ja, Jesus macht das Leben heil.“ Das ist eine Sternstunde in einem Menschenleben, wenn einem die Augen für den Retter der Welt geöffnet werden. Das kann nicht Geheimsache bleiben. Es geht ja um Gottes Anliegen. Er ,,will, dass alle Menschen gerettet werden“ (1Tim 2,4). Wir sind von Jesus beauftragt, am Rettungswerk Gottes mitzuwirken. Beten wir um offene Augen für Menschen, die nach Leben dürsten!

Kein Traum

Auf seiner Pilgerreise nach Mekka begegnet der Afghane Farid im Traum Jesus Christus. ln dieser Nacht erfährt er, wie Jesus ihn liebt. Doch ihm wird auch klar; was der Preis der Nachfolge ist: ,,Wenn du mir vertraust, wirst du alles, was du jetzt hast, verlieren“, sagt Jesus. Das schreckt Farid nicht ab. Er übergibt sein Leben Jesus, denn er spürt: ;Hier ist der, den ich mein Leben lang gesucht habe.“ Mehrfach wird er gefangen und auch gefoltert. Sein eigener Vater, ein Anführer der Taliban, übergibt den zweijährigen Sohn Farids den Taliban, die ihn töten . Trotz anhaltender Drohungen hört Farid nicht auf, Jesus Christus zu bezeugen. ,,Ich möchte den Menschen in Afghanistan den Weg zu Jesus zeigen. Jede Sekunde, die ich für Gott arbeite, möchte ich noch mehr Menschen zu Jesus führen. Es geht dabei nicht um mich, es geht um Gott: Ihn sollen sie erkennen. Ich habe alles verloren. Deshalb will ich den Leuten von Jesus erzählen.

Aus dem NK

ERF Gottesdienst (Ausschnitt)
„Jesus-Gläubig“
Zum Thema „Jesus-Gläubig“ spricht Pfarrer Stefan Fröhlich aus der ev. Christuskirche in Maxdorf. Seiner Predigt liegt der Bibeltext aus 1. Timotheus 1,12-17 zugrunde.

Warum das Rotkehlchen einen roten Hals hat

Eine kleine Parabel aus Holland

Als Jesus voll Pein und Schmerz am Kreuze hing, sah er nicht weit davon ein kleines Vöglein im Walde. Das trauerte am Rande seines Nestes, und bittere Tränen rannen ihm aus den Augen, als es die scharfen stacheligen Dornen sah, die das Haupt unseres lieben Heilandes durchbohrten. »Niemand,« sagte es zu sich, »niemand kommt, sein Leiden zu lindern. So will ich ihn zu trösten suchen.« Es fliegt zum Kreuze, und es glückt ihm, einen Dorn aus dem Haupte zu lösen. Zur selben Zeit aber springt ein Blutstropfen auf des Vögleins Brust. Und Jesus sprach: »Zum ewigen Gedächtnis, liebes Vöglein, sollst du und deine Nachkommen dies rote Fleckchen auf der Brust behalten, und die Menschen sollen Euch Rotkehlchen nennen«.

Happy Birthday, Kirche!

Es gibt etwas zu feiern! Und alle sind eingeladen! Haben Sie eine Kirche in Ihrer Nachbarschaft? Gehen Sie am Sonntag hin, denn dort wird Geburtstag gefeiert! Es ist vielleicht kein „runder“ Geburtstag. Aber es ist ein würdiges Alter. Der Jubilar kann bisweilen etwas kauzig erscheinen. Aber er ist eigentlich ganz liebenswert. Manch einer hat ihn ja schon abgeschrieben. Und Besucher hatte er vielleicht auch schon mal mehr. Aber er ist einfach nicht unterzukriegen. Und das aus gutem Grund!

Fast zweitausend Jahre ist es jetzt her, dass Kirche entstand. Das Gründungsdatum ist der erste Pfingst-Tag. Die Stimmung unter den Nachfolgern von Jesus war etwas zwiegespalten: Sie hatten ihn am Kreuz sterben sehen und waren in großer Trauer gewesen. Dann geschah das Unglaubliche, das, was man nur glaubend verstehen kann: Jesus lebt! Weit über 500 Menschen ist er persönlich begegnet. Nicht der Tod, sondern das Leben hat gesiegt. Gott hat dem Tod die Macht genommen! Und dann schließlich die Himmelfahrt: Der Sohn geht zum Vater. Jesus wird in den Himmel emporgehoben. Ende der Geschichte?

Gehen wir noch einmal über 800 Jahre zurück. Dort ließ Gott durch den Propheten Joel ankündigen: „Ich werde meinen Geist über alle Menschen ausgießen.“ Diese und viele andere Ankündigungen zielten alle auf den ersten Pfingst-Tag. Es ist wie bei einer Sekt-Flasche, die immer stärker geschüttelt wird. Die Erwartung steigt. Gleich knallt der Korken.

Und dann war es soweit: Ein Brausen vom Himmel, ein heftiger Sturm und Feuerzungen, die sich auf den Anwesenden niederließen. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt. Und sie konnten in allen Sprachen reden, so dass sie jeder verstehen konnte. Der Apostel Petrus ergreift das Wort und er hält seine berühmte Pfingst-Predigt: „Ändert euer Leben!“ ruft er und lädt die Zuhörer ein, Jesus zu glauben und Gott wieder in den Mittelpunkt ihres Lebens zu lassen. 3000 Menschen waren es, die damals die wichtigste Erfahrung ihres Lebens machten. Aber was bedeutet das für uns heute?

Wenn wir an Kirche denken, dann denken wir in erster Linie an Menschen. Menschen können uns aber durch ihr Verhalten bisweilen auch von Gott wegführen. In Wahrheit ist Kirche aber nie menschengemacht. Sondern sie ist eine Bewegung, die durch den Geist Gottes ins Leben gerufen und immer neu inspiriert wird. Pfingsten ist der Geburtstag der Kirche. Und seitdem bezeugen unvollkommene Menschen: Jesus lebt! Und durch ihn lebe auch ich! Happy Birthday, Kirche!

P.  Hanno Sommerkamp

ERF  Mensch_Gott
Strenggläubiger, missionarischer Atheist – so bezeichnete sich Dr. Andreas Heesemann. Überraschend wird er auf einem Selbstfindungstrip mit der Bibel konfrontiert – und versteht kein Wort. Das weckt seine Neugier. Doch am Ende ist es das Leben einer hilflosen alten Frau, das ihn auf einen völlig neuen Trip schickt: einen Gottfindungstrip.
Zitat des Tages

„Ein bisschen Glauben kann es nicht geben; sonst ist es nicht Gott selbst, mit dem man es zu tun bekommt.“

von Ulrich Wilckens

Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat.

Wenn jemand dessen Willen tun will, wird er innewerden, ob diese Lehre von Gott ist oder ob ich aus mir selbst rede. Joh. 7 – 17

ERZÄHLUNG: HÄNDELS AUFERSTEHUNG 

Worthaus 8 – Weimar: 21. Mai 2018 von Prof. Dr. Siegfried Zimmer

Ein gewaltiger Mann, dessen Diener sich vor seinen Wutausbrüchen fürchtete, geachtet, gefeiert und manchmal tief verschuldet – das war Georg Friedrich Händel, Komponist und Erschaffer eines der größten Oratorien unserer Kulturgeschichte. Und wo geht es da jetzt um Gott und Christentum? Zwischen den Zeilen. Denn Siegfried Zimmer erzählt eine Geschichte, die sich in etwa so zugetragen hat, der man wunderbar zuhören kann, die Mut macht und berührt. Es geht um eine schwere Krankheit und den drohenden Schuldturm, um eisernen Überlebenswillen und verzweifelte Todessehnsucht. Und um den 21. August 1741, als ein schicksalhaftes Paket auf Händels Schreibtisch lag. Ein Paket, das ihn aus größter Not wieder auferstehen lässt, dessen Inhalt ihn befreit, genesen lässt und gleichzeitig in einen Wahn zu stürzen scheint, aus dem er erst Tage später wieder aufwacht – mit einem Meisterwerk in der Hand.

Die Bedeutung der Auferweckung Jesu für den christlichen Glauben

Prof. Siegfried Zimmer    ( Worthaus )

Jesus war ein guter Mensch, ein großes Vorbild, hat Außenseiter der Gesellschaft anständig behandelt, Frieden und Vergebung gepredigt – reicht das nicht? Müssen wir wirklich noch daran glauben, dass Jesus gestorben ist, drei Tage tot war, dann wieder aufstand und mit seinen Jüngern sprach, aß und herumlief? Die Antwort ist simpel: Ja. Was die Bedeutung der Auferweckung Jesu alles mit sich bringt, ist weniger simpel. Siegfried Zimmer erklärt, warum der christliche Glaube ohne die Auferweckung unmöglich ist. Warum die Auferstehung Jesu mehr sein muss, als eine erstaunliche Geschichte, wenn der Rest seines Lebens irgendeine Bedeutung haben soll. Und wie diese Auferweckung jedem Einzelnen Hoffnung geben kann – auch schon vor unserem Tod, im Hier und Jetzt.

Wie glaubwürdig ist die Botschaft von der Auferweckung Jesu?

Prof. Siegfried Zimmer    ( Worthaus )

Es ist eine ungeheuerliche Behauptung: Ein Mann wird öffentlich hingerichtet, jeder hat es gesehen – und der soll dann wieder aufgestanden sein und herumlaufen, fast ohne Folgeschäden außer ein paar Fleischwunden? An der Auferstehung Jesu zweifeln sogar viele, die sonst an die Existenz des historischen Jesus glauben. Und tatsächlich wird kaum jemand die letzten Kapitel der Evangelien lesen können, ohne dass Fragen offen bleiben. Siegfried Zimmer wagt sich trotzdem an eine der größten: Wie glaubwürdig ist es, was die Jünger damals erzählten? Glaubten die denn selber daran oder war die Erzählung von der Auferstehung nur ein Versuch, mit Trauer und Frust umzugehen? Wurden bei der Auferstehung tatsächlich Naturgesetze außer Kraft gesetzt, war Jesus so etwas wie ein Zombie? Zimmer prüft die Glaubwürdigkeit der Botschaft, die Jesu Jünger verbreiteten. Und diese Glaubwürdigkeit hat unter anderem mit Frauen als Zeugen zu tun, mit einer besonders dreckigen Art zu sterben und mit Widersprüchen in den Evangelien.

20 Jahre Pastor in Uelsen

Ein Gespräch zwischen Christoph Wiarda und Geert Esmann

Im Vergleich zu 2000 Jahren Kirchengeschichte sind zwei Jahrzehnte eine sehr kurze Zeit.

Auf so viele Jahre in der reformierten Gemeinde Uelsen blickt Pastor Christoph Wiarda zurück. Im Gespräch mit Geert Esmann geht es um Herausforderungen der heutigen Zeit, die besondere Rolle von Pastoren in der Gemeinde und auch darum, was das Theologiestudium so spannend macht.

Neukirchener Kalender     Freitag, 19. April 2019

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? (Mt 27,46)

An der Kreuzigung wird unübersehbar deutlich: Jesus von Nazareth war ein wirklicher Mensch. Unmittelbar den Tod vor Augen, fühlt er sich von Gott verlassen. Es geht ihm so, wie ich es bei vielen Schwerkranken im Krankenhaus erlebt habe. Doch gerade in dem fürchterlichen Schrei Jesu am Kreuz steckt für jeden leidenden Menschen ein Evangelium, eine tröstliche Zusage: Welche Schmerzen auch immer ich gerade zu erleiden habe – sie sind Jesus nicht fremd. Sein Mitleiden ist echt, weil er schwerste Leiden am eigenen Leibe erduldet hat. Gottes Liebe und die Qualen eines Menschen schließen sich seit dem Leiden und Sterben Jesu Christi nicht mehr aus. Im Gegenteil: Sie gehören untrennbar zusammen. Daran wird sichtbar, wie leidensfähig und mitleidend Gott ist. Er wendet sich nicht von uns ab, wenn wir voller Angst und Schmerzen sind. Er versteht uns. Auch der Auferstandene wird weiterhin die Wundmale des Gekreuzigten an sich tragen. (Z-L)

Dein Kreuz

Wenn alle Engel studiert hätten, sie hätten nicht finden können, was für dich passender gewesen wäre. So hat Gottes ewige Weisheit von Urbeginn an gesonnen, um dir dieses Kreuz aus seinem Herzen als kostbares Geschenk zu geben. Er hat es, ehe er es dir schickte, mit seinem allwissenden Auge betrachtet, mit seinem göttlichen Verstande durchdacht, mit seiner weisen Gerechtigkeit geprüft und seinem liebenden Erbarmen durchwärmt. Er hat es mit seinen beiden Händen gewogen, ob es nicht um ein Millimeter zu groß, ein Milligramm zu schwer sei. Dann hat er es gesegnet mit seinem heiligen Namen, mit seiner Gnade gesalbt und mit seinem Troste durchhaucht und noch einmal auf dich und deinen Mut geblickt.
So kommt es nun geradezu aus dem Himmel zu dir, als ein Ruf Gottes und als ein Geschenk seiner erbarmenden Liebe, damit du ganz du selber werdest und in Gott deine Erfüllung findest.

Jesus nahm den Kelch und sprach: Trinkt alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden. (Mt 26,27f)

Wie oft hatte der alte Pfarrer das Abendmahl gefeiert mit verschiedenen Gemeinden! Wie vielen Kindern und Jugendlichen und Erwachsenen hatte er die Bedeutung des Abendmahls erläutert und erklärt! Und jetzt war er alt geworden, übernahm keine Gottesdienste mehr und rief mich eines Tages zu sich. Ob wir wohl das Abendmahl miteinander feiern könnten? Nie werde ich die Tränen in den Augen des fast Hundertjährigen vergessen, als er Brot und Wein zu sich nahm. Alles Unterrichten, alles Predigen hatte ihm dieses Mahl nur immer wunderbarer und geheimnisvoller gemacht. Und wie Mose einst die Stimme Gottes aus dem rätselhaften Dornbusch heraus vernommen hatte, so erblickte der alte Pfarrer nun seinen Herrn im Geheimnis von Brot und Wein und sprach mit brüchiger Stimme: „Ich werde leben und des Herrn Werke verkündigen“ (Ps 118,17).

NK Kalender 9.04.19

Ein Gebet für liebe Menschen:
Behüte, Herr, die ich dir anbefehle,
die mir verbunden sind und mir verwandt.
Erhalte sie gesund an Leib und Seele
und führe sie an deiner guten Hand.
Sie alle, die mir ihr Vertrauen schenken
und die mir so viel Gutes schon getan.
In Liebe will ich dankbar an sie denken,
o Herr, nimm dich in Güte ihrer an.
Um manchen Menschen mache ich mir Sorgen
und möcht ihm helfen, doch ich kann es nicht.
Ich wünschte nur, er wär bei dir geborgen
und fände aus dem Dunkel in dein Licht.
Du ließest mir so viele schon begegnen,
so lang ich lebe, seit ich denken kann.
Ich bitte dich, du wollest alle segnen,
sei mir und ihnen immer zugetan.

Dieses schöne Gebet von  Lothar Zenetti kann man auch singen.
Die Melodie von Lied 65 in unserem Gesangbuch (zu: Von guten Mächten)
passt mit ihrem ruhigen Verlauf sehr gut dazu. 

Wunder aus der Sicht eines Physikers“      Der Vortrag

Was ist eigentlich ein Wunder? Sind Wunder mit der Naturwissenschaft vereinbar? Gibt es glaubwürdige Belege für Wunder? Was ist von den Wundererzählungen der Bibel zu halten? Dr. Tobias Lapp beleuchtet das Thema Wunder zunächst aus der Perspektive eines Physikers. An Hand von einigen bekannten Wundererzählungen aus der Bibel zeigt er auf, welche Glaubensbotschaften in den Bibeltexten mit den Wundern verbunden sind. Er vermittelt Ansatzpunkte, wie die Wundererzählungen der Antike auch heute lebendig werden können.

 

Für die Entwicklung einer speziellen Wiederaufforstungsmethode in Afrika erhält der Missionar und Agrarwissenschaftler Tony Rinaudo den Alternativen Nobelpreis („Right Livelihood Award“). Rinaudo arbeitet für die christliche Hilfsorganisation „World Vision International“.

Wie ich bin

Jesus, zu dir kann ich so kommen, wie ich bin.
Du hast gesagt, dass jeder kommen darf.
Ich muss dir nicht erst beweisen,
dass ich besser werden kann.
Was mich besser macht vor dir,
das hast du längst am Kreuz getan.
Und weil du mein Zögern siehst,
streckst du mir deine Hände hin,
und ich kann so zu dir kommen, wie ich bin.

Jesus, bei dir muss ich nicht bleiben, wie ich bin.
Nimm fort, was mich und andere zerstört.
Einen Menschen willst du aus mir machen,
wie er dir gefällt, der ein Brief von deiner Hand ist,
voller Liebe für die Welt.
Du hast schon seit langer Zeit
mit mir das Beste nur im Sinn.
Darum muss ich nicht so bleiben, wie ich bin.
Manfred Siebald

Du kannst nicht verhindern, daß ein Vogelschwarm über deinen Kopf hinwegfliegt. Aber du kannst verhindern, 
daß er in deinen Haaren nistet. Martin Luther
Die alles entscheidende Frage
Aus 1 KORINTHER 15       
Christus ist auferweckt
Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich. Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen.
Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind!

von Hanns Dieter Hüsch

Im übrigen meine ich möge uns der Herr weiterhin zu den Brunnen des Erbarmens führen Zu den Gärten der Geduld
und uns mit Großzügigkeitsgirlanden schmücken er möge uns weiterhin lehren
Das Kreuz als Krone zu tragen
Und darin nicht unsicher zu werden
Soll doch seine Liebe unsere Liebe sein

Er möge wie es auskommt in unser Herz eindringen um uns mit seinen Gedankengängen zu erfrischen
Uns auf Wege zu führen die wir bisher nicht betreten haben aus Angst und Unwissenheit darüber
dass der Herr uns nämlich aufrechten Ganges fröhlich sehen will weil wir es dürfen und nicht nur dürfen sondern auch müssen wir müssen endlich damit anfangen
das Zaghafte und Unterwürfige abzuschütteln denn wir sind Kinder Gottes: Gottes Kinder!
Und jeder soll es sehen oder ganz erstaunt sein dass Gottes Kinder so leicht und fröhlich sein können Und sagen: Donnerwetter
Jeder soll es sehen und jeder soll nach Hause laufen Und sagen: er habe Gottes Kinder gesehen und die seien ungebrochen freundlich
und heiter gewesen weil die Zukunft Jesus heiße

Und weil die Liebe alles überwindet
Und Himmel und Erde eins wären
Und Leben und Tod sich vermählen
Und der Mensch ein neuer Mensch werde Durch Jesus Christus.

„Das Recht des Kindes auf Religion- Ermutigungen für Eltern und Erzieher.“

So heißt ein Buch des Religionspädagogen Friedrich Schweitzer. In  „einem Tischgespräch“  berichten drei Menschen von ihren ganz persönliche Erfahrungen damit. Sie hatten Eltern und Lehrer, die damals ganz selbstverständlich ihre Glaubensschätze mit der jüngeren Generation geteilt haben. Und alle drei sind dankbar dafür! Gerade dadurch konnten sie sich frei für den Glauben an Jesus Christus entscheiden.  Ihre Erfahrungen wollen uns ermutigen, auch heute noch Kindern offen davon zu erzählen, woran unser Herz hängt.

Und als der Pfingsttag gekommen war,

waren sie alle beieinander an einem Ort. 2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. 3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen, 4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab. 5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. 6 Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde verstört, denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. 7 Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, Galiläer? 8 Wie hören wir sie denn ein jeder in seiner Muttersprache? 9 Parther und Meder und Elamiter und die da wohnen in Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, Pontus und der Provinz Asia, 10 Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Römer, die bei uns wohnen, 11 Juden und Proselyten, Kreter und Araber: Wir hören sie in unsern Sprachen die großen Taten Gottes verkünden. 12 Sie entsetzten sich aber alle und waren ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden?

13 Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll süßen Weins.

Psalm 84

Wie lieblich schön, HERR Zebaoth, ist deine Wohnung, o mein Gott. Wie sehnet sich mein Herz, zu gehen, wo du dich hast geoffenbart, und bald in deiner Gegenwart im Vorhof nah am Thron zu stehen. Dort jauchzet Fleisch und Geist in mir, o Gott des Lebens, auf zu dir.

In deinem Haus bin ich gern, Vater,

wo du mein Denken füllst; da kann ich dich hören, Vater, sehn, was du willst.
In deinem Haus will ich bleiben, Vater; du weist mich nicht hinaus, und nichts soll mich vertreiben, Vater, aus deinem Haus. In deinem Haus will ich bleiben, Vater; füll du mich völlig aus, und nichts soll mich vertreiben, Vater, aus deinem Haus. In deinem Haus hör ich gern, Vater, was du zu sagen hast; auch das will ich hören, Vater, was mir nicht passt
Mein ganzes Leben soll dein Haus sein, Vater – dein Haus, das du für dich nach deinen Plänen baust, mein Vater, und nicht für mich. In diesem Haus sollst du bleiben, Vater; füll du es völlig aus, und nichts soll dich vertreiben, Vater, aus diesem Haus. (Manfred Siebald)

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Kloster Frenswegen!

Die ökumenische Stiftung Kloster Frenswegen vereinigt sechs Kirchen unter einem Dach. In europaweit einmaliger Weise haben sich 1974 Reformierte und Lutheraner, Baptisten und Katholiken, Herrnhuter und Altreformierte zusammengetan, um das aus dem Mittelalter stammende Gebäude neu mit geistlichem Leben zu füllen. Kloster Frenswegen ist ein Ort der Besinnung, Bildung und Begegnung – ein Ort, an dem Menschen verschiedenster Herkunft und Prägung miteinander ins Gespräch kommen. Als ökumenisches Tagungs- und Gästehaus steht Kloster Frenswegen allen offen, die innehalten und neue Anstöße finden möchten. Die besondere Atmosphäre des ehemaligen Augustiner Chorherrenstiftes und die spürbare Jahrhunderte alte Tradition bilden den idealen Raum für Gemeinde- und Gruppenfahrten, Tagungen, Seminare und Empfänge.

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Fotos vom Kloster Frenswegen ….. April 2018

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