Herzlich Willkommen!

Die Begeisterung für Gottes Liebe hat uns dazu gebracht diese Homepage zu erstellen. Wir wollen über den christlichen Glauben miteinander ins Gespräch kommen, über Veranstaltungen in Uelsen und Umgebung informieren und die Freude über die Schönheit dieser Welt weitergeben.

Psalm 23 – Thorsten Dietz – GospelHaus Stuttgart – 17. Oktober 2021 ( Ausschnitt )

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

2 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. 3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. 4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. 5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. 6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst;
ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, und wenn du durch Ströme gehst, sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du ins Feuer gehst, wirst du nicht brennen, und die Flamme wird dich nicht versengen.
Aus Jes 43
Im Schatten
Die Tür der Kirche stand offen. Unauffällig huschte sie hinein. Sie setzte sich in die drittletzte Bank, in den Schatten einer Säule. Schon viele Jahre war sie nicht mehr in einem Gotteshaus gewesen. Die Krankheit des Kindes hatte viel zeit gefordert. Die Scheidung hatte ihre Kraft geraubt. Der leichte Gottesglaube ihrer unbeschwerten Jugendzeit war ganz weit weg. Sollte sie beten? Wie knüpft man an eine Beziehung an, die sich vor einer gefühlten Ewigkeit nach und nach verloren hat? Im Café der Kirchengemeinde entdeckte sie eine Bekannte von früher. Sie fasste sich ein Herz: Magst du mit mir beten?“ Die Worte der anderen mischten sich mit ihren Tränen.
Inzwischen schaut sie immer mal wieder in der offenen
Kirche vorbei. Sie setzt sich in die drittletzte Bank, in den Schatten „ihrer“ Säule. Sie flüstert Worte, die nur sie und Gott kennen. NK
Wir können Seiner oft sehr leisen Stimme vertrauen!!
12.10.2021

Es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade.

Hebräer 13,9

Warum ist ein „festes Herz“ im Glauben und Leben etwas Erstrebenswertes? Auf solche Menschen ist Verlass, von ihnen gehen Orientierung und Sicherheit aus! Allerdings sind Glaubens- und Lebensgewissheit nichts Selbstverständliches. Sie wollen in einem Wachstumsprozess erst errungen werden. Dazu gehört die nüchterne Einsicht, dass der Glaube auf einem Weg zur Gewissheit heranreifen muss. Und das ist keine langweilige Angelegenheit. Auch die Erfahrung, „draußen“ zu sein, gehört dazu. Doch dann sind wir an dem Ort, wo Jesus ist (V. 13). Außerdem gehören auch Infragestellungen zum Wachsen der Gewissheit. Luther sprach von „Anfechtungen“, die Mystiker von „Nachterfahrungen“. Sie sind allein mit dem festen Blick auf Jesus und auf den Himmel zu bewältigen: Nur wer das Ziel kennt, kann den Weg gehen. Deswegen auch der Hinweis, dass wir noch nicht am Ziel sind (V. 14). Bis dahin bleibt das feste Herz ein Geschenk Gottes.

Gal. 5  Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!
Zur Freiheit berufen
Ein Mann fing einen jungen Adler. Er steckte ihn zu seinen Hühnern, Nach Jahren ging der Mann mit einem Besucher durch den Garten. Der sagte: „Dieser Vogel ist doch ein Adler, kein Huhn!“ „Nein“, sagte der Mann, „ich habe ihn tu einem Huhn erzogen.“ „Er ist ein Adler mit dem Herzen eines Adlers“, meinte der Besucher, „lass es mich prüfen.“ Er stieg nun mit dem Adler auf das Hausdach: „Breite deine Schwingen aus und fliege!“ Der Adler erblickte die scharenden Hühner, flog hinunter und scharrte mit: „Wie ich gesagt habe, er ist ein Huhn,“ Vor Sonnenaufgang stieg der Besucher mit dem Adler auf einen Berg und sprach: „Du gehörst dem Himmel und nicht dieser Erde breite deine Schwingen aus!“ Der Adler blickte zitternd umher, flog aber nicht. Dann ließ er den Adler direkt in die Sonne schauen. Mit einem Schrei breitete der seine gewaltigen Flügel aus, flog hoch und höher und kehrte nicht mehr zurück.
Nach James Aggrey
64. Frage: Macht aber diese Lehre die Menschen nicht leichtfertig und gewissenlos?
Nein; denn es ist unmöglich, dass Menschen, die Christus durch wahren Glauben eingepflanzt sind, nicht Frucht der Dankbarkeit bringen.
Himmel und Hölle

Predigt P.C. Wiarda

Worum geht es Pfingsten?

„Das ist ja wie Weihnachten und Ostern an einem Tag!“  Die Älteren unter uns kennen noch diese Redewendung.  Wenn  etwas extrem unwahrscheinlich ist; zwar durchaus  gut und wünschenswert, aber nach unserem normalen Kalender praktisch unmöglich.

 Nur am Rande: Weil wir gar nicht genau wissen, an welchen Tag Jesus geboren wurde -das steht bekanntlich nicht in der Bibel!- könnte es theoretisch sogar sein,  dass Jesus an seinem Geburtstag auferstanden ist. Wirklich Weihnachten und Ostern an einem Tag!  

Aber  soll jetzt  um Pfingsten gehen. Viele Gemeinden beginnen jetzt wieder mit Präsenz-Gottesdiensten.  Zu Himmelfahrt gab es meist  „nur“ einen Video-Gottesdienst. Und auch an Ostern war nur ganz wenig möglich. Da ist jetzt viel zum Nachholen. Sozusagen Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten an einem Tag!

Und das ist jetzt von der Bibel tatsächlich ein ganz naheliegender Gedanke! Drei von vier Evangelisten überliefern es uns genau so, dass alles ganz eng zusammen war. Ganz ausdrücklich steht das bei Johannes.  Am Ostertag abends tritt  Jesus mitten unter die versammelten Jünger. Er sendet sie aus  – und dann bläst er sie an: Nehmt hin den Heiligen Geist.  (Joh. 20, 22)

Ostern und Pfingsten an  einem Tag!  Erst Lukas zerteilt das Ganze  auf drei Termine. Die Kirche ist ihm darin gefolgt: Ostern, nach 40 Tage Himmelfahrt, 10 Tage weiter: Pfingsten. So geht heute unser Kirchenjahr.

Jetzt fragt sich vielleicht der eine oder die andere: Was soll das jetzt alles? Unnötige Theologen-Gelehrsamkeit? Außerdem ist es doch schön, dass wir ein paar mehr Feiertage haben, freie Tage. Ja, gewiss! Aber die Sache hat ihren Preis:

Die große Pfingst-Verlegenheit.

Wenn wir auf der Straße fragen würden: „Was feiern wir eigentlich  an Pfingsten?“ – „Ja, ääh, irgendwie –ääh, den Heiligen Geist? Den Geburtstag der Kirche?“ Das gehört dann noch zu den klügeren Antworten.  Auch von den Kanzeln hört man zu Pfingsten nicht selten Verlegenheiten. Da wird das Sprachwunder traktiert, die tolle Gemeinschaft der ersten Christen verklärt, oder über Begeisterung, Teamgeist etc. fabuliert. Das alles kommt daher weil Pfingsten unbedingt etwas Eigenes haben sollte. Ein eigener Feiertag,  ein eigenes Thema. Ein eigener Geist.

Dabei ist es viel einfacher: Pfingsten ist ein  Christusfest! Ganz genauso wie Weihnachten! Jesus Christus, vom Vater in unsere Welt gesandt (das feiern wir Weihnachten). Jesus, der uns durch sein Reden, aber auch durch sein Tun die Liebe Gottes gezeigt hat – bis an Kreuz. Jesus, der von den Toten aufweckt worden ist (Ostern), als Hoffnung für die Welt. Es ist im ganzen Kirchenjahr  ein und dasselbe Thema: Jesus Christus!

Nur eben: Ab Ostern geht es besonders um die Frage: In welcher Weise ist Jesus jetzt gegenwärtig? Eben nicht mehr so wie bis Karfreitag, gebunden an Ort und Zeit, sondern verwandelt, verklärt.  Von dem Ort seiner Erhöhung aus –sitzend zur Rechten Gottes- (Himmelfahrt); von dort kann Jesus Christus jetzt immer und überall sein, mitten unter uns, bei  uns alle Tage, im Geist!

Was Jesus Christus  heute an uns tut – darum geht es Pfingsten.  Wie er  selbst  in seiner Gemeinde handelt und in unserem Herzen wirkt -das ist, wenn man unbedingt will, das „eigene“ Thema von Pfingsten. Aber die Berichte aus seinen Erdentagen und Jesu Weg ans Kreuz gehören unbedingt dazu. Nur daran erkennen wir, dass es nicht irgendein Zeit- oder Weltgeist ist, sondern Jesus. Seine rettende Liebe muss im Mittelpunkt stehen.

Wir dürfen es uns mit der Frage: „Was feiern wir eigentlich Pfingsten?“ also ganz einfach machen; und absolut biblisch antworten:  Jesus Christus! Das ist das eine Thema der Kirche: Himmelfahrt  und  Pfingsten, Weihnachten und Ostern, jeden Tag! Pastor C.W.

 

ZWISCHENAUFHELLUNGEN

 

Ich frage die junge Frau, wie es ihr geht. Sie schaut mir ins Gesicht und sagt: „Im Augenblick nicht gut.“ Ich schweige betreten. Aha, da hat sich ihre berufliche Situation also nicht verbessert. Oder geht es um ihre Gesundheit? Ihre Beziehung? Während ich noch überlege, kommt plötzlich ein Leuchten in ihre Augen. „Aber ich lebe von den ‚Zwischenaufhellungen‘.“ Ich muss sie sehr fragend angeschaut haben, denn sie beginnt zu erklären: „Das ist ein Wort, das mein Vater immer verwendet: ‚Zwischenaufhellungen‘. Er ist Christ. Das volle Licht haben wir erst, wenn wir ganz bei Gott sind, meint er. Aber hier, hier auf der Erde, haben wir ‚Zwischenaufhellungen‘ – Lichtmomente, die uns geschenkt werden und von denen wir leben können. Und das tue ich!“ Die junge Frau verabschiedet sich. Ich hätte sie am liebsten umarmt. Das Wort ihres Vaters begleitet seither auch mich.

Bei all dem Leid in der Welt, wie soll man da denn noch an Gott glauben können?! – Jede und jeder von uns hat eine ähnliche Aussage sicher schon gehört. – Gott steht vor Gericht. Das Urteil steht fest. Seine Strafe lautet: Aberkennung der Existenz. – Weil es Leid auf der Welt gibt, kann es Gott nicht geben. So einfach ist das. – Ist es wirklich so einfach. Das Buch hiob macht es sich nicht so leicht. Immerhin nimmt es sich 42 Kapitel für die Frage, wie Leid und Gott zusammen zu denken sind. – Ein zentraler Text, Hiob 19,19-27, steht im Mittelpunkt des heutigen Gottesdienstes. – Ohne die eigene Hoffnung zur Sprache zu bringen, war diese Predigt nicht zu machen.

Faszination Jesus

Prof. Torsten Dietz

GLAUBEN zum nachdenken

 

GLAUBEN in der Anfechtung

Wenn Gott anders ist als unsere Vorstellung von ihm….

… unser täglich „Glauben“ gib uns heute ….

Das soll mein Glaube sein
Mir ist es bisher wegen angeborener Bosheit und Schwachheit unmöglich gewesen, den Forderungen Gottes zu genügen. Wenn ich nicht glauben darf, daß Gott mir um Christi willen dieses täglich beweinte Zurückbleiben vergebe, so ist’s aus mit mir. Ich muß verzweifeln.
Aber das laß ich bleiben. Wie Judas an den Baum mich hängen, das tu ich nicht. Ich hänge mich an den Hals oder Fuß Christi wie die Sünderin. Wenn ich auch noch schlechter bin als diese, ich halte meinen Herrn fest.
Dann spricht Christus zum Vater: „Dieses Anhängsel muß auch durch. Es hat zwar nichts gehalten und alle Deine Gebote übertreten. Vater, aber er hängt sich an mich. Was soll’s, ich starb auch für ihn. Laß ihn durchschlüpfen!“
Das soll mein Glaube sein.
Martin Luther
Gott lieben, wie geht das?

Du triffst bei Freunden ein kleines, nettes Kind. Ihr werdet gute Freunde und plaudert und spielt nach Herzenslust. Ihr werdet euch einig, dass das Kleine mit dir nach Hause soll. Und das tut es gern. Zu Hause hast du Kuchen und Schokolade, und ihr spielte.

Aber auf einmal wird das Kleine still. Du tischst von neuem Kuchen und Schokolade auf. Aber das Kind fragt plötzlich: »Wo ist die Mutter? ich will zu meiner Mutter!« Und nun hilft es nichts, wenn du auch das ganze Haus voller Schokolade und Kuchen hättest. Das Kind will zur Mutter, auch wenn es bei ihr kein einziges Stück Kuchen bekommt. Warum? Ja, das Kleine ist von der Mutter geboren, um bei der Mutter zu sein. Das ist das ganze Geheimnis. So
ist es auch mit denen, die aus Gott geboren sind. Sie sind für Gott geboren, um bei Gott zu sein. Darum empfinden sie es als ein Glück, da zu sein, wo Gott ist, selbst wenn man nicht immer mit Gott reden kann. Genau wie das Kind, das auch mit der Mutter nicht ständig zu reden vermag.
Das Gotterlebnis der Wiedergeburt ist der eigentliche Kern und das Geheimnis des Christentums. Solange man Gott nur verstandesmäßig behauptet und sich nach ihm sehnt, wird unser Verhältnis zu ihm ein Chaos von theoretischen und praktischen Problemen bleiben. Aber in dem Augenblick, wo man Gott erlebt, wird es anders. Paulus hat es so ausgedrückt: »Ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden«
(2. Kor. 5, 17).
Aus „Wie ich Christ wurde“ Prof. Ole Hallesby

Da entsetzte sich der König Nebukadnezar: „Haben wir nicht drei Männer gebunden in das Feuer werfen lassen?“ Sie antworteten:

König.“ Er aber sprach: „Ich sehe aber vier!“ Daniel 3, 24

Christus wurde Jesus. Jesus wurde Jesus Christus. Bevor Christus Mensch wurde, war er „mitten unter ihnen“, die wegen ihres Glaubens an Gott leiden mussten. Also war der vierte, den der König sah, Christus, Gottes Sohn, bevor dieser ein Mensch wurde als Jesus von Nazareth. Christus hat nach seiner Menschwerdung so Fortsetzung gemacht.
Schon mancher Nachfolger des Nebukadnezar hat sich entsetzt: vier statt drei!?
Also sind wir, wenn wir allein dies lesen, jetzt zu zweit: Christus ist da. Und wer zu zweit dies liest, ist zu dritt: Christus ist da. Nebukadnezar konnte vor der Menschwerdung des Sohnes Gottes den Namen nicht wissen. Wir aber kennen ihn. Bonhoeffer auch, an dessen Todestag wir heute denken. Und Jesus war im KZ und auf dem Schießstand neben seinem Zeugen.
Unser Herr Jesus Christus, wir dürfen wissen, dass du jetzt bei uns bist. Denn wir haben dich erkannt und dürfen an dich glauben. Du kennst unsere Feueröfen. Du weißt, wo und wann wir brennen. Der Teufel presst, ja er erpresst uns, dass wir in Drangsalshitze umzukommen drohen. Sei du da. Sei du ganz da. P. H. Giesen
Gedanken eines Pastors zur Verborgenheit

(Kolosser 3, 3:   Euer Leben ist verborgen  mit Christus in Gott.)

Erlauben Sie mir ein persönliches Wort. Als Pastor und Prediger ist dies das Problem meines Berufes. Ich muss predigen von einer Wirklichkeit, die verborgene Wirklichkeit ist. Ich muss zum Glauben aufrufen, aber ich kann dem Glauben keine Beweise liefern. Und das ist schwer.
Eine Wirklichkeit zu predigen, die noch nicht vor aller Augen ist. Einen Herrn zu predigen, den die anderen für verschollen halten. Eine Erlösung zu predigen, die andere Menschen für unmöglich halten.
Aber so ist das eben. Der christliche Glauben hat es zu tun mit einer Wirklichkeit, die noch verborgen ist. Die Erlösung der Welt – noch verborgen. Der Sinn meines Lebens – noch verborgen. Aber verborgen „in ihm“.
Vielleicht sollte man den christlichen Glauben ganz einfach so beschreiben: Wir suchen, wie alle Menschen, nach den verborgenen Schätzen, der Erkenntnis, aber wir suchen sie bei ihm. Auch die Christen sind Suchende und nicht Habende. Es ist ganz gut, dass diese Schätze noch verborgen sind. Das schließt den Hochmut aus. Weil noch keiner von uns am Ziel ist, sind wir alle unterwegs. Wir miteinander. Aber die Botschaft des Evangeliums ruft uns auf seinen Weg. Uns miteinander.
Der Sinn unserer Leben liegt bei ihm. Die Erlösung der Welt liegt bei ihm.
Die in Christus verborgenen Schätze sind mir lieber als die schillernden Perlen, die auf der Straße liegen.

Aus einer Predigt von Helmut Tacke (1928-1988). Er war Pastor und Dozent am reformierten Predigerseminar in Wuppertal – wichtige Veröffentlichungen zur bibelorientierten Seelsorge.

wo kommen wir her
warum sind wir hier
wohin gehen wir
Psalm 139
Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe. Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele…. Deine Augen sahen mich, da ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.
Jesus spricht: Joh. 14
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
Ihr aber sollt mich sehen, denn ich lebe und ihr sollt auch leben.
Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!
In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin.
Es glänzet der Christen inwendiges Leben,
obgleich sie von außen die Sonne verbrannt.
Was ihnen der König des Himmels gegeben,
ist keinem als ihnen nur selber bekannt.
Was niemand verspüret,
was niemand berühret,
hat ihre erleuchteten Sinnen gezieret
und sie zu der göttlichen Würde geführet.
Sonst sind sie wohl Adams natürliche Kinder
und tragen das Bildnis des Irdischen auch;
sie leiden am Fleische wie andere Sünder,
sie essen und trinken nach nötigem Brauch;
in leiblichen Sachen, in Schlafen und Wachen
sieht man sie vor anderen nichts Sonderlichs machen,
nur dass sie die Torheit der Weltlust verlachen.
Doch innerlich sind sie aus göttlichen Stamme,
geboren aus Gott durch sein mächtiges Wort;
es lodert in ihnen die himmlische Flamme,
entzündet von oben, genähret von dort.
Die Engel sind Brüder, die ihre Loblieder
mit ihnen holdselig und wonniglich singen;
dass muss dann ganz herrlich,
ganz prächtig erklingen.
C.F. Richter
wo kommen wir her
warum sind wir hier
wohin gehen wir

 

Als Heinrich VIII. von England auf dem Totenbett lag, ließ er seinen Hofnarren kommen. Hofnarren sind Menschen, die in spaßiger Form die Wahrheit sagen dürfen, die einem sonst niemand mehr sagt. Der Hofnarr kam ins Sterbegemach. Der König sagte:
»Freund, ich muss jetzt gehen.«
»Wohin?«, fragte der Narr.
»Das weiß ich nicht.«
»Wann kommt Ihr wieder?«
»Ich komme nicht wieder.«
»Wer geht mit Euch?« »Niemand.«
»Habt Ihr Euch denn auf diese Reise vorbereitet?«
»Nein.«
Da nimmt der Narr seinen Narrenstab und seine Narrenkappe, wirft sie auf das Bett des Königs und sagt:
»Majestät, Ihr habt mir einmal gesagt, ich solle den Narrenstab dem Menschen geben, der ein größerer Narr sei denn ich. Ihr seid es, denn Ihr geht jetzt und wißt nicht wohin und habt keinen Begleiter. Dann verließ er den Palast und ward nie mehr gesehen. Da ließ sich der König von den Lakaien, ein Glas Wein bringen. Er trinkt den Pokal aus, wirft ihn auf den Boden und sagt: »Nun ist alles hin, die Krone, der Wein und die Seligkeit.«
Warum muss ich so traurig gehen, wenn meine Feinde täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott? Psalm 42, 10.11

Also ist unsere Seele nicht immun. Unser Glaube ist gefährdet. Die Gewissheit des Glaubens ist infizierbar. Steter Tropfen höhlt den Stein; täglich gefragt zu werden: „Wo ist nun dein Gott?“ stellt eine Versuchung ersten Ranges dar.

Diese Frage der andern ist eine Suggestivfrage. Die Antwort soll uns leicht gemacht werden. Wir sollen die Achsel zucken. Wir sollen sagen: „Ich weiß nicht; er ist mir abhanden gekommen; es war doch vielleicht nur ein Kinderglaube; vielleicht gilt Gott noch was im Elternhaus, in der Heimatgemeinde, aber hier ist er nicht mehr. Vielleicht ist Gott verreist zu andern.“

Genau dieses Eingeständnis will der Teufel im lächelnden Fragen der Kollegen erreichen. Er will unsere Liebesgeschichte mit Gott als Illusion zerschlagen. Er will uns in trostloser Welt auch so traurig machen, wie es ihm bei den andern schon gerungen ist.

Darum, o Gott, bitten wir dich, lass uns die listigen Anläufe des Teufels in seiner stetigen Infragestellerei durchschauen. Er will uns von dir trennen. Er will dich madig machen. Nichts anderes. So lass uns an dir festhalten in der Fremde. lass uns die erste Liebe nicht verlassen. Denn du hast uns zuerst geliebt.

Heinrich Giesen

Jesus, wer bist Du,
woher hast Du diese Macht dass wenn jemand auch nur den Saum Deinens Mantels berühren durfte nicht mehr von Dir loskommt.
Gedanken von Prof. Helmut Thielicke
Wenn Jesus spricht, greift er handelnd und schöpferisch und völlig neue Tatsachen schaffend in alle diese Dinge um Gott ein.
Steht er vor einem schuldbeladenen Menschen, dann hält er ihm keine Predigt, geschweige denn einen »Vortrag« über das Thema, daß Gott ein Richter sei, vor dem er vergehen müsse, daß Gott aber auch Barmherzigkeit habe und viel­leicht einmal Gnade für Recht ergehen lasse, wenn man sich recht zu ihm stelle. Sondern wenn Jesus vor einem solchen Menschen steht, dann sagt er ihm in Vollmacht und auf den Kopf zu: »Dir sind deine Sünden vergeben!« Wenn er das aber sagt, spürt der Mensch, wie seine Ketten zu Boden fal­len, er kann aufstehen und als ein neues Geschöpf davonge­hen. Wenn Jesus zu einem Menschen spricht, dann ist das mehr als ein »Wort«, dann ist das ein Vollzug, geradezu eine schöpferische, eine neumachende Tat. Das konnte kein Mensch. Hier spürte man das, was in der Sprache des Neuen Testaments »Vollmacht« heißt.
Dazu kommt die ganze Art, wie er mit dem Leid in der Welt fertig wird, mit den Krankheiten, mit dem Tod, mit den Sor­gen. Die Prediger konnten auch sagen: Einmal kommt der Tag Gottes, an dem er abwischen wird alle Tränen von den Augen, der Tag, an dem es kein Leid mehr geben wird und kein Geschrei. Aber dort, wo Jesus hinkommt, geschieht noch etwas anderes. Da stehen die Lahmen buchstäblich auf, jetzt schon auf, und beginnen zu gehen, den Blinden werden die Augen geöffnet, die Armen werden fröhlich und die Ge­schundenen beginnen zu loben. Wo Jesus hinkommt, da ist die Luft schon jetzt zeichenhaft erfüllt von Andeutungen dessen, was Gott einmal in Fülle und unübersehbar tun wird. Da beginnt schon das Wetterleuchten des kommenden Gottestages am Horizont.
Als die Leute dies alles sehen, können sie nicht anders als ihn fragen, wer er eigentlich sei und woher er die Macht zu alle­dem nehme. Sie müssen trotz aller Skepsis, trotz aller Anti­pathie und trotz aller sozialen und weltanschaulichen Vorbe­halte gegenüber dieser »Sensation aus Nazareth« feststel­len : Er ist schlechterdings anders als wir.
Darum stellen sie die Frage nach seiner Macht.
Diese Frage bedeutet also einfach:
Jesus von Nazareth, was steckt eigentlich hinter dir? Bist du wirklich anders als wir? Gewiß, irgend etwas ist anders als bei uns und irgend etwas hast du an dir. Du hast eine geheimnisvolle Macht über Menschen und Dinge, und keiner kann die Zeichen tun, die du tust.
So werden die Menschen weiter und durch die Jahrhunderte hin mit ihm reden, sie werden mit ihm hadern und hinter sein Geheimnis zu kommen trachten:
Du hast ein Feuer angezündet auf Erden, Nazarener, es eilt wie ein Weltenbrand um den Globus, es überspringt die
Ozeane und dringt in die fernsten Kontinente. Noch nach Jahrtausenden wird es das tun.
Du hast Macht, Jesus von Nazareth! Kein Zweifel, denn kei­ner unter allen, die Menschenantlitz tragen, hat sich so durchgesetzt wie du. Millionen haben sich für dich in die Kerker werfen, von den Löwen fressen, auf die Guillotinen schleppen lassen und haben dich mit ihrem letzten Seufzer gelobt.
Kein Zweifel, daß du Macht hast, Jesus von Nazareth, Macht, wie sie nie ein sterblicher Mensch besaß. Cäsaren, Kaiser und Diktatoren haben Reiche gegründet, die in die Ewigkeit dauern sollten, sie haben ihre Grenzen befestigt, gigantische Heere geschaffen, sich als Heilande preisen las­sen, aber all ihre Herrlichkeit ist in die Winde zerstoben. Neue Kulturen und Weltreiche sind darüber gewachsen und haben ebenso das Zeichen ihrer Untergänge an der Stirn ge­tragen. Auf jeden noch so strahlenden Aufstieg ist mit völli­ger Sicherheit die Götterdämmerung gefolgt. Das ist Men­schenschicksal und wird es immer bleiben.
Du aber bist geblieben, Jesus von Nazareth, und hast doch kein Reich gegründet und keine Heere gehabt. Du hast die zwölf Legionen Engel, die dir zur Stabilisierung deiner irdi­schen Herrschaft dienen konnten, nicht herbeigerufen. Du hattest nur ein paar Jünger, die im kritischsten Augenblick deines Lebens an dir irrewurden und davonliefen.
Du bist an einem Galgen in armseligem Niemandsland ge­storben, und die Weltgeschichte ist über dich hinweggegan­gen. Doch nein, es ist umgekehrt. Du gehst über die Weltge­schichte hinweg. Immer wieder hören wir deinen Schritt. Die Sterbenden auf den Schlachtfeldern blicken auf, wenn du in ihre letzten Stunden kommst, den Schuldbeladenen huscht ein Schein über das Antlitz, wenn du ihnen die Ket­ten nimmst, die Geängsteten und Versorgten bekommen Ruhe in ihren Blick, wenn sie dein Wort hören: »Fürchte dich nicht.« In allen Armen und Verachteten gehst du im­mer wieder neu über die Erde. Deine ewige Wanderschaft hüllt sich in die Maske der Ärmsten.
Ja, du bist geblieben, du rätselhafter Nazarener. Manchmal schienst du freilich verschüttet, und ganze Epochen haben dich totgeschwiegen. Aber immer wieder bist du aus deinem versiegelten Grab emporgefahren und hat es die Menschen ahnen lassen, daß du der Heiland und heimliche Regent der Welt bist.
So sprechen die Menschen aller Jahrhunderte auf Jesus ein, und am Schluß fragen sie ihn: Spürst du denn nicht, wie uns deshalb die Frage umtreibt, wer du bist und aus welcher Macht du das alles tust?
Wer bist du, Jesus von Nazareth?
Bist du eine Persönlichkeit von ungeheurer suggestiver Kraft, daß du das fertigbringst? Bist du ein Genie der Men­schenbehandlung, daß du die Leute so an dich kettest und sie für dich leben und sterben läßt? Bist du ein kluger Psycho­loge, ein geschickter Taktiker der Seele, daß du die religiösen Bedürfnisse der Menschen ausnützt und dich für Jahrtau­sende unentbehrlich machst?
Oder – oder – bist du Gottes Sohn, bist du der ganz Andere, bist du allein »von oben her«, während wir anderen alle »von unten« sind? Ist es Gottes eigenes Vaterherz, das in dem deinen schlägt, wenn du dich niederbeugst zu den Ar­men und Kranken? Ist es Gottes eigene Hand, wenn du die deine heilend auf die verwundeten Gewissen und kranken Körper legst?
Bitte, sag es uns, wer du bist: Woher hast du deine Macht? Von Gott oder den Menschen ?
Jesus wer bist Du
„Der Grund, warum die Menschen am Christentum zweifeln, ist ganz einfach der, daß sie es nur denken, anstatt es zu leben." Prof. O. Hallesby
Am Kreuz scheiden sich die Geister.

Schon der Apostel Paulus wusste: Das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es eine Gotteskraft. Besonders anschaulich wird das im Bericht des Evangelisten Lukas von den zwei Männer, die neben Jesus auf Golgatha hängen. Pastor Wiarda legt, mit Hilfe eines Bildes von Lukas Cranach, diesen Text aus (Lukas 23, 39-43) und erinnert an die zwei Wege,

zwischen denen wir uns auch heute noch entscheiden müssen.

Frage 64   Heidelberger Katechismus
Macht aber diese Lehre die Menschen nicht leichtfertig und gewissenlos?

Nein;
denn es ist unmöglich, dass Menschen,
die Christus
durch wahren Glauben eingepflanzt sind,
nicht Frucht der Dankbarkeit bringen.

Von Licht erfüllt

In einem muslimischen Land lebte eine Frau, die als Medium in spiritistischen Sitzungen gedient hatte. Als sie von Jesus hörte und ihr Vertrauen auf ihn setzte, wurde sie von diesen Mächten frei. Eines wunderte sie immer wieder: dass Christen nicht wissen, welche Autorität sie besitzen. Sie erzählte, dass sie damals als Medium schon von Weitem sehen konnte, wer Christ war und wer nicht. Sie konnte über den Köpfen der Christen ein Licht sehen, das ihr zeigte, dass hier eine größere Autorität vorhanden war als ihre dunkle Kraft. Sie konnte nicht fassen, dass viele Christen nichts wissen von diesem Licht und von der Kraft, die dämonische Mächte erzittern lässt. Jesus, der durch den Glauben in uns wohnt, verleiht uns diese Autorität. Es ist nicht unsere Kraft, sondern Jesus selbst, der uns stark macht. Er ist das Licht der Welt. Wir sollen dieses Licht nicht unter den Scheffel stellen. Das ist unser Beitrag dazu. Mehr nicht.

NK Kalender 05.02. 2020

Die Stimme des Guten Hirten

Wenige Monate vor dem Tod Helmut Thielickes stellte ihm ein Journalist folgende Frage ,,Herr Professor, wie stellen Sie sich den Himmel vor“ Thielicke antwortete: ,,Ich weiß es nicht, aber ich werde dort der Stimme des Guten Hirten folgen, dem ich hier gefolgt, bin.“ In seinem Buch ,,Woran ich glaube“ schreibt er: ,,Unser zweifelndes Herz und unsere leeren Hände empfangen schon jetzt die segnende Berührung, die unser Leben erweckt und uns die Gewissheit neuer Ufer und eines neuen Tages zuteilwerden lässt.“ Und seine Lebenserinnerungen schließt er mit den Zeilen: ,, Als Christen sind wir gewiss, dass die uns zugemessene Lebensspanne nur die Adventszeit einer noch – größeren Erfüllung ist. Das Land, in das wir gerufen werden, ist ein unbekanntes, ja unvorstellbares Land.

Nur eine Stimme gibt es, die wir wiedererkennen werden, weil sie uns hier vertraut war: die Stimme des Guten Hirten.“

Du kannst nicht verhindern, daß ein Vogelschwarm über deinen Kopf hinwegfliegt. Aber du kannst verhindern, 
daß er in deinen Haaren nistet. Martin Luther

von Hanns Dieter Hüsch

Im übrigen meine ich möge uns der Herr weiterhin zu den Brunnen des Erbarmens führen Zu den Gärten der Geduld
und uns mit Großzügigkeitsgirlanden schmücken er möge uns weiterhin lehren
Das Kreuz als Krone zu tragen
Und darin nicht unsicher zu werden
Soll doch seine Liebe unsere Liebe sein

Er möge wie es auskommt in unser Herz eindringen um uns mit seinen Gedankengängen zu erfrischen
Uns auf Wege zu führen die wir bisher nicht betreten haben aus Angst und Unwissenheit darüber
dass der Herr uns nämlich aufrechten Ganges fröhlich sehen will weil wir es dürfen und nicht nur dürfen sondern auch müssen wir müssen endlich damit anfangen
das Zaghafte und Unterwürfige abzuschütteln denn wir sind Kinder Gottes: Gottes Kinder!
Und jeder soll es sehen oder ganz erstaunt sein dass Gottes Kinder so leicht und fröhlich sein können Und sagen: Donnerwetter
Jeder soll es sehen und jeder soll nach Hause laufen Und sagen: er habe Gottes Kinder gesehen und die seien ungebrochen freundlich
und heiter gewesen weil die Zukunft Jesus heiße

Und weil die Liebe alles überwindet
Und Himmel und Erde eins wären
Und Leben und Tod sich vermählen
Und der Mensch ein neuer Mensch werde Durch Jesus Christus.

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